Juergen Henne Kunstkritik

Jürgen Henne und die Longlist zum Deutschen Bücherpreis. Heute: „89/90“ von Peter Richter ( Verlag Luchterhand)

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Irgendein papierner Propaganda-Lappen zur Organisierung der X.Weltfestspiele 1973 in Berlin.

Mir wird hochgradig übel. Ich war zweiundzwanzig und hätte gern ein Led Zeppelin-Konzert gehört. Als Alternative wurde der Oktober-Klub mit seinem Musik-Kehricht und dem unsäglichen Hartmut König angeboten.

Diese Veranstaltung diente als Namensgeber eines Deutschen Demokratischen FDJ-Jugendklubs in Dresden, über den Peter Richter in seinem Buch „89/90“ schreibt und dessen Darlegung ich mir reinekeln soll.
Mitnichten.

Das Lebensgefühl einer rebellischen Generation am Ende der DDR

Sie sind der letzte Jahrgang, der noch alles mitmachen darf – damals in Dresden vom Sommer vor der Wende bis zur Wiedervereinigung: die lauen Freibadnächte und die Ausweiskontrollen durch die »Flics« auf der »Rue«, die Konzerte im FDJ-Jugendklub »X. Weltfestspiele« oder in der Kirche vom Plattenbaugebiet, wo ein Hippie, den sie »Kiste« nennen, weil er so dick ist, mit wachsamem Blick Suppe kocht für die Punks und ihre Pfarrerstöchter.

Sie sind die Letzten, die noch »vormilitärischen Unterricht« haben. Und sie sind die Ersten, die das dort Erlernte dann im Herbst 89 erst gegen die Staatsmacht anwenden. Und schließlich gegeneinander. Denn was bleibt dir denn, wenn du zum Fall der Mauer beiträgst, aber am nächsten Tag trotzdem eine Mathe-Arbeit schreiben musst, wenn deine Freundin eine gläubige Kommunistin ist und die Kumpels aus dem Freibad zu Neonazis werden?

Von der Unschuld des letzten Sommers im »Tal der Ahnungslosen« bis zu den Straßenschlachten rund um die deutsche Einheit: Peter Richter beschreibt in seinem autobiografischen Roman das chaotische Ende der DDR aus der Sicht eines damals Sechzehnjährigen – pointiert, authentisch und sprachlich brillant. Coming of Age im Schatten von Weltgeschichte.“

Anpreisung von Peter Richters Buch „89/90“ auf der Homepage des Luchterhand-Verlags.

Der Band wurde in die Longlist zum Deutschen Bücherpreis aufgenommen.

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Ich will keine Storys von Konzerten im FDJ-Klub „X.Weltfestspiele“ lesen oder über Konzerte in der Kirche vom Plattenbaugebiet, auch nicht vom Hippie, den sie „Kiste“ nannten.
Mich widert dieser ganze populistisch-kalkulierte Kram wuchtig an.

Diese banale Sülzerei über eigene „Erlebnisse“ um 89/90 als Sechzehnjähriger sind schwer erträglich.
Richter spricht während eines Interviews von seinem „Bildungsroman.“ Eine Anmaßung, wenn man mit dieser literarischen Gattung Autoren wie Hesse, Goethe, Keller oder Handke verbindet.
Von Wende-Apokalypsen berichtet er und sortiert das damalige Begrüßungsgeld in die Nähe der Apfelübergabe durch Eva an Adam ein, bezeichnet sich selbst forsch als Anarchisten und vergleicht das Ergebnis des Stroms der Ausreisenden mit der Wirkung einer Neutronenbombe.
Das ist alles so beleidigend dürftig.

Richter schreibt über den letzten 1.Mai und das letzte Wehrlager, in dem sie Nahkampf probten, durch die Botanik robbten und schossen. Abläufe, die sie dann 1990 gegen ihre ehemaligen Lehrmeister anwendeten und findet diese Verbindung derartig originell, dass er sie doppelt beschreibt.
Auch vertritt er, wiederum forsch, die Meinung, dass bei den Einheitsfeiern 1990 schon die aktuellen Pegida-Abläufe vorgeformt wurden und alle ohnehin nur Westgeld und Bananen gewählt haben.

Richter dehnt seine gedankliche Dürftigkeit in schmerzhafte Regionen aus, das einfältige Klischee wird zelebriert.

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Humble Pie und Blind Faith, statt Bananen….

Ich weiß nicht, in welchem Bunker Peter Richter die Wendezeit erlebt hat, ich habe mit meinem Begrüßungsgeld das Brücke-Museum in West-Berlin besucht und in der Kantstraße LP’s von Lou Reed, Blind Faith, Cream, Humble Pie….gekauft, mitnichten Bananen, auch kein Kukident, Klo-Papier oder Jever Pilsner.
Und im erweiterten Umfeld meiner zwischenmenschlichen Beziehungen erlebte ich keine andere Wende-Reaktion.

Richter „analysiert“ den Fachkräftemangel durch den Bevölkerungsverlust, die Existenz von Punks und Skinheads und ist der Meinung, dass neben dem Mauerfall auch noch Physikarbeiten in DDR-Schulen geschrieben wurden.
Er sprach von der Existenz eines Alltags neben den Aktivitäten der Montagsdemonstrationen.
Das war mir damals nicht aufgefallen.
Ich empfand mich selbst beim Alltag der Stuhlgangpressungen an vorderster Front unserer Bürgerrechtsbewegung.

Das war eine kurze Zusammenfassung eines Geprächs mit Peter Richter über das Anliegen seines Buches „89/90“ auf dem „Blauen Sofa“ während der diesjährigen Buchmesse.

Peter Richter ist ein Meister der Anspruchslosigkeit

Wieder ein Buch über den alltäglichen, tausendfach abgenudelten DDR-Quark, ohne jegliche literarische Geltung, ohne Verallgemeinerungen und Verfremdungen, welche die Bereitschaft nach Erkenntniserweiterung beträchtlich aktivieren könnten.
Ich möchte Literatur lesen und keine platt-realistischen Dokumentationen über einen FDJ-Klub, über eine sozialistische Hippie-Kiste als Koch und über Straßenschlachten rund um die deutsche Einheit.

Ich will feinsinnige Metaphern bewundern, Sprachbilder, die meinen Geist strapazieren, eine intelligente Verknüpfung fiktiver und realer Abläufe, die mich noch mehr beanspruchen, einfach nur Literatur will ich lesen.
Und wenn ich von einem erwachsenen Menschen mit derartigem Tinnef behelligt werde wie: „Der August haucht seine letzten Tage aus“, verändert sich meine Gesichtsfarbe, faltet sich meine Vorhaut und ich denke an die Schweriner Poetenseminare der DDR-FDJ.
Dieses Bild ist, schon rein jahreszeitlich betrachtet, ziemlich bekloppt (Es geht um den August 1989).

Denn „Hauch“ und „hauchen“ ist mit Nuancen der Melancholie, mit Romantik, Abschied, auch etwas Pessimismus besetzt.
Und der Monat August, die Zeit der Hitze, des Urlaubs, der Ernte, der Grill-Schwaden, der Kopulationen auf Sommerwiesen, haucht mitnichten. Es wird rangeklotzt, in allen Bereichen. Der August dampft und schwadet.
Natürlich wird auf der Sommerwiese im August mitunter ein „Je t’aime“ gehaucht, doch danach wird gleichfalls rangeklotzt.
Einen hauchenden Oktober oder November könnte ich mir dagegen gut vorstellen.
Doch soll Peter Richter herumhauchen, wo er mag.

Vielleicht meint er aber auch August Bebel oder August, den Starken, ihre letzten Tage aushauchend. Oder Auguste Rodin. Sicher ist dabei das „e“ nicht korrekt. Chronologische Zusammenhänge sollten gleichfalls überprüft werden. Doch bei solcherart Literatur wäre das ohnehin nicht auffällig.

Ähnliche Sorgen hatte ich bei Erich Loests Prosa. Seinem beharrlich durchgezogenen Leben gehört natürlich meine Hochachtung. Doch von einem Dichter oder Schriftsteller namens Loest kann ich nicht sprechen.
Sicher von einem verdienstvollen Chronisten, Dokumentaristen und Völkerrechtler. Aber Dichter geht gar nicht.

Mich überrascht ohnehin die fast tägliche und leichtfüßig organisierte Einordnung aktueller Autoren in die deutsche Literaturgeschichte.
Tellkamp wird dabei ganz locker Thomas Mann zur Seite gestellt. Und Ingo Schulze, ich hoffe, meine Erinnerungen sind korrekt, bringt scheinbar ähnliche Fähigkeiten zur Geltung, die Fontane in die Unvergleichlichkeit manövrierten.
Da lachen nicht nur die Hühner, da wiehert auch die Henne (Jürgen).

Und weshalb beklebt man Herta Müller 2015 mit dem Hölderlin-Preis der Universität und der Universitätsstadt Tübingen, ein internationaler Nachwuchs-Förderpreis.

Ich stelle dabei die außerordentliche Qualität ihrer Arbeiten keinesfalls in Frage. Die Verleihung des Nobelpreises war angemessen.
Doch H. Müller ist Jahrgang 1956, ein merkwürdiges Nachwuchsverständnis.
Der Komponist und Pianist György Kurtág erhielt die Auszeichnung im Alter von fünfundsiebzig Jahren.

Ich fühle mich überfordert, besonders im Angesicht zahlreicher Dichter jüngerer Jahrgänge , die als Nachwuchs ohne öffentliche Beachtung ziemlich chancenlos verdorren.
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Schnäppchen der Woche

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Diese CD bot mir Amazon für 22.96 statt 22.99 EURO an.
Eine noble Geste.

Zugabe

Vor einhundertfünfundzwanzig Jahren wurde Man Ray geboren. In einem späten Radio-Gespräch sagte er: „Ich glaube, ich bin zu einer Legende geworden…“

Gefällt mir recht gut,

In der deutschen Krautrock-Szene der 70er Jahre formierte sich eine Truppe mit Namen „Bohrmaschinen Bornholm“

Gefällt mir gleichfalls recht gut.

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August 27, 2015 Posted by | Geschichte, Leipzig, Literatur, Neben Leipzig | Hinterlasse einen Kommentar

Jürgen Henne und ein Leserbrief an „Die Zeit“ (14.8.2015) zu einem Gespräch mit Juli Zeh, letzte Seite des Magazins. Außerdem die Weiterführung der außerordentlich begehrten Serie: Wo ist der Jürgen?

Sehr geehrte Damen und Herren,

Juli Zeh zog vor einigen Jahren von Leipzig in ein Dorf Brandenburgs, in der Hoffnung,dem „Polizeistaat“ Leipzig entfliehen zu können. Sie konnte Verbote, bzw. Einschränkungen in öffentlichen Arealen nicht mehr ertragen.
Sie sprach von Regelwut und Sicherheitswahn

Sie nervte das Verbot einer Radtour auf Bürgersteigen, einer Anleinung von Hunden in bevölkerten Bereichen und der Lärmreduzierung, gleichfalls in Zonen mit gehobener Homo-sapiens-Dichte.

Sie akzeptiert dabei abgefahrene Kleinkind-Beine und vom Fahrradlenker zerstörte Rentner-Nieren, sie verharmlost gleichfalls zerfleischte Säuglingsgesichter, hündisch organisierte Risswunden in breiter Palette und billigt den lärmenden Einfluss auf die nächtliche Schlafnotwendigkeit für Kinder und Mitmenschen mit entsprechenden Arbeitsrhythmen.

Aber dann freut sich Juli Zeh über ihren brandenburgischen Nachbarn, der seine Kreissäge erst ab 14 Uhr zum Einsatz bringt, die Stunde der Bettflucht von „Nachteule“ Zeh.

Sie folgert aus dieser freundlichen Geste, „….dass die Grundlage aller Freiheit Rücksichtsnahme ist.“

Ich erstarrte bei dieser vielleicht wahren, doch unerträglich populistisch- „philosophischen“ Mundhöhlen-Blähung, verglichen mit den Gründen ihrer Leipzig-Flucht (siehe oben).

Also Rücksichtnahme auf Julie Zeh, außerhalb ihres Einzugsgebietes darf herumgehackt werden.

An die Mittelmäßigkeit ihrer Literatur habe ich mich gewöhnt, sie interessiert mich nicht mehr.

Doch die Unaufrichtigkeit, die Manie nach medialer Präsenz und eine Spießigkeit, die nur Abläufe gelten lässt, die ihren infantil strukturierten Freiheitsvorstellungen entsprechen und andere Möglichkeiten eines zivilen, freiheitlichen Lebens in die Kategorie „Polizeistaat“ einordnet, um dann, bei egozentrischem Bedarf, leichtfüßig die anfangs vorgestellten Positionen zu verbiegen, beunruhigt und erheitert mich zugleich, ihrer markanten Dürftigkeit wegen.

Liebe Juli Zeh, bleiben Sie in Brandenburg, Leipzig braucht Sie mitnichten.

Und weshalb muss ich ….„lockte mich die Stadt mit einem Freiheitsversprechen…“ lesen und kurz darauf…„Freiheit war damals im Osten ja noch ein Versprechen…“
Was für ein doppeltes Gesülze! Ein Gespräch des Grauens.

Natürlich ist Deutschland eine Republik ausufernder Verbote und Anordnungen.
Doch im Angesicht von Merckx-Fanatikern und unangeleinten Hunden aus Baskerville in belebten Stadtarealen sowie der nächtlichen, phonstarken Belästigung durch zumeißt grauenhaft schlechte Musik, die selbst Wildkanichen zur Ohrenverstopfung treibt, kann ich kein Argument gegen gewisse Maßregelungen finden.
Denn wie sagte schon Juli Zeh: Die Grundlage aller Freiheit ist Rücksichtnahme.

Jürgen Henne

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Aus der schier unglaublich begehrten Serie „Wo ist der Jürgen ?

Heute: Wo ist der Jürgen auf einer Insel ?
Kenmare, Steinkreis, Südwest-Irland.

August 17, 2015 Posted by | Leipzig, Literatur, Neben Leipzig, Presse | Hinterlasse einen Kommentar

Jürgen Henne in Irland, Teil II ……….. Teil I am 23. Juni.

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Amiens, Frankreich, Picardie, Zwischenstation auf den Weg nach Irland.

Jeder hat ja in allen Lebens-Arealen seine bevorzugten Abläufe, Dinge, Geschmäcker, Gerüche, die möglichst ein stabiles Wohlsein unterstützen sollen.
So löffle ich lieber Erbsensuppe als Haferflocken, höre lieber Lou Reed als James Last oder Pere Ubu eher als Smokie, sehe lieber Twombly als Triegel und Rothko als Fischer-Art, fülle meine Vase eher mit Korbblütlern als mit Orchideen und liebe Filme von Kaurismäki, weniger „Tatorte“ aus Bad Salzufflen und Meppen.
Und ich spende eher für die denkmalpflegerische Bearbeitung der hochgotischen Kathedrale Notre Dame in Amiens (s.o.) als für das Leipziger Völkerschlachtdenkmal.

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Amiens, mittleres Hauptportal

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Lismore, Castle, Irland, Waterford, irische Südküste

An gleicher Stelle stand im 12.Jahrh. ein Kloster, danach zahlreiche Veränderungen und Neubauten.
Aktuell sichtbare Architektur aus der ersten Hälfte des 19.Jahrh., mit dominierenden Historismusformen der Gotik. Mit bemerkenswerter Gartenanlage.
Geburtsort von Robert Boyle, Elite-Physiker des 17. Jahrh. Forschte über Gasdruck und ähnlich unverständlichem Zeug.
Außerdem zeitweiliger Wohnort von Adele Astair, Schwester von Fred.
Genau die Information, die keine Sau braucht, mich in ihrer Entbehrlichkeit dennoch beglückt.

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Lismore, Castle, Westflügel als Galerie für Wechselausstellungen mit zeitgenössischer Kunst.

Abbildung: Robert Indiana, „Mississippi“

Robert Indiana ist der Gestalter von „LOVE“ (1966), eine Ansichtskarte als Auftragswerk vom „Museum of Modern Art“ in New York.
Durch die dilettantische Klärung von Rechtsfragen verlor Indiana die Eigentumsrechte, wodurch die Arbeit global genutzt werden konnte. Als innerstädtische Plastik, auf Suppendosen, an Tankstellen, als Cartoon, als Signalmittel gegen den Vietnamkrieg…. Indiana beklagte sich einmal, dass zwar jeder sein „LOVE“ kenne, doch niemand sein Gesicht. Nach meiner Information lebt er noch und müsste inzwischen alterstechnisch sich der Neunzig nähern.
Ich hatte schon die unbeschreibliche Freude durch das „Museum of Modern Art“ zu flanieren und eben auch „LOVE“ wahrzunehmen.
Weitere Aussteller in Lismore waren u.a. Victor Vasarely. Josef Albers, Karel Appel, Roy Lichtenstein…. Ich denke, damit kann man für 1-2 Stunden vorzüglich leben.

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Ardfert, Kathedrale, romanisches Portal, 13.Jahrh.

Auf diesem Gelände soll Brendan (Brendan, der Seefahrer), ein Heiliger Irlands, im 6.Jahrhundert ein Kloster gegründet haben Der Edel-Heilige Irlands ist aber St.Patrick.
Nach der Legende begann er in der ersten Hälfte des 6.Jahrh. eine Atlantik-Reise, mit vermutlich 60 Pilgern, nach einem „Gelobten Land“, von Heiligen bewohnt.
Erst nach sieben Jahren kehrte er zurück.
Die Möglichkeit, dass er den Boden Amerikas betreten hatte, wurde nie ausgeschlossen.
Schiffstechnisch war eine derartige Ozean-Bewältigung schon möglich.
Armer Kolumbus.

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Heiliger Brendan

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Ardfert, romanisches Fenster mit bemerkenswerter Ornamentik, 13. Jahrhundert

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Muckross House (1843), viktorianische Villa und ein Beispiel, dass Historismus im 19.Jahrhundert durchaus ansehnlich sein kann.
Zeitgleich mit dem Londoner Parlamentsgebäude („Gothic Revival“) ab 1840 erbaut.
Mittelpunkt des Killarney Nationalparks im Südwesten Irlands..

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Ringfort Leacanabuaile

Innerhalb des „Rings of Kerry“, unweit von Cahirciveen im südöstlichen Irland. Erbaut 9.Jahrh.

Unterirdische Räume, Souterin-Zugang, Treppen, Kammern und ein Bullaun sind noch erhalten.
Durchmesser ca. 22m, Höhe der Mauern ca. 1,5m.
Im Zusammenhang mit Ringforts müssten auch die Anlagen der Kategorien „Rath“ „Henge“ und „Dun“ beachtet und erläutert werden.
Ist mir aber etwas zu beschwerlich.
Auf der sanften Erhebung am oberen Bildrand links thront ein weiteres Ringfort, Cahergall, doch mit erheblich anderer Struktur.

Über die Funktion deartiger Anlagen wird trefflich gestritten.
Anlagen der Verteidigung, für kultische Zwecke….?

Ringforts gibt es aus der Bronzezeit, Eisenzeit und werden noch bis zum Beginn des späten Mittelalters nachgewiesen (13.Jahrh.)

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Irische Verkehrszeichen

Sie erinnern mich stetig an Abstraktionen klassisch-volkstümlicher Märchen-Illustrationen des 19.Jahrh./Anfang 20.Jahrh.
Hänsel und Gretel, Brüderchen und Schwesterchen…..

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Gallarus Oratory, Halbinsel Dingle, unweit von Kilmalkedar, Irland.

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Schiffskirche, Ahrenshoop, Darß, unweit von Ribnitz-Damgarten, Deutschland.

Nach einer ersten Grobeinschätzung könnten die beiden Kirchen durch ihre äußere Gestalt in eine Schublade eingeordnet werden.

Doch sollten zwei grundsätzliche Tatsachen beachtet werden.
Die zeitliche Differenz zwischen der Erbauung…..

…in Irland: vor ca. 1200 Jahren…
…und Deutschland: vor ziemlich korrekt 65 Jahren

…..und die Wahl des Baumaterials.

Das macht schon etwas aus!
Ohne jegliche Restaurierung und ohne Mörtel hat der irische Bau die erste Hälfte von Zweitausendfünfzehn bewältigt. Wahrscheinlich hat der Innenraum bis heute keinen Regentropfen gesehen. Bei diesem Insel- Klima eine Sonderleistung.
Nur mit unbehauenen Steinen, trocken und akkurat geschichtet. Acht x Fünf x Fünf Meter.
Die Bude in Ahrenshoop musste vor einigen Jahren restauratorisch behandelt werden.

Auch bei Gallarus Oratory kann die eindeutige Funktion nicht eindeitig geklärt werden.
Als Kirchenraum für eine Gemeinde sind die Abmessungen sicher zu dürftig.

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Irischer Sonnenuntergang mit fünf oder sechs Bäumen
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Irland, Cliff of Moher
Links unten lagert als weißer Span ein anständig großes Schiff.

Sicherlich das Touristenzentrum Irlands. Ich denke, ich bin Zeitgenossen aller Kontinente begegnet und habe mich grenzenlos wohlgefühlt.
Im Jahr bis zu 2 000 000 Besucher.
Am höchsten Punkt 214 Meter.
Nichts gegen den Königsstuhl auf der Ostsee-Insel Rügen. Hübsch anzusehen.
Aber gegen die irische Ozeanbegrenzung doch recht übersichtlich.

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Ennis, Denkmal, das Muhammed Ali vor einigen Jahren am Ort seiner irischen Wurzeln einweihte.
Um 1860 übersiedelte Abe Grady nach Kentucky und heiratete eine freigelassene Sklavin.
Deren Enkelin Odessa Lee Grady Clay beschenkte 1942 die Welt mit Cassius Clay.
Die Gradys leben noch heute auf den gleichen Quadratmetern.

Dazu die auffälig begehrte Serie: „Wo ist der Jürgen?“
Heute: Wo ist der Jürgen in Ennis?

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Poulnabrone Dolmen im Burren, um 3500 v.d.Z.
Der Burren ist eine Karstlandschaft, über die Offiziere Cromwells urteilten: „Zu wenig Bäume, um einen aufzuhängen, zu wenig Wasser, um einen zu ersäufen, zu wenig Erde, um einen zu verscharren.“
Doch immerhin haben sich hier etwa sechzig Arten von Pilzgeflecht angesiedelt.

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Küchen-Dekoration in einem irischen Ferienhaus, nahe der Westküste, mit Motiven des „Book of Kells„, eine mittelalterliche Handschrift, die im Leben Irlands ständig gegenwärtig ist, nicht nur in Touristenbuden.

Geschrieben um 780 von Mönchen auf der Insel Iona vor der schottischen Westküste.
Inhalt ist die Vulgata, eine lateinische Bibelbearbeitung des Hieronymus (4.Jahrh.)
Die vier Evangelien (Matthäus, Johannes, Lukas, Markus) wurden mit einer überbordenden Dekoration auf das Pergament verteilt.
Unterschiede der einzelnen kalligrafischen Muster deuten auf mindestens vier Teilnehmer, die ihr Material u.a. vom Hindukusch erhielten.
Allein über zweitausend Initiale überziehen die Seiten.
Seit Mitte des 17.Jahrhundert lagert es in Dublin.

Weitere Glanzpunkte insularer Buchkunst wären „Book of Lindisfarne“ (London) und „Book of Durrow“ (Dublin).

Allerdings hat auch Mitteleuropa eine ähnliche Kolossal-Kunst des Mittelalters zu bieten.

Mit meiner bewundernswerten und gefürchteten Spontanität denke ich da an den „Dagulf-Psalter“, natürlich an das „“Godescalc-Evangelistar“, die „Ada-Handschrift “ alle drei aus der Hofschule Karls des Großen in Aachen und an das Evangeliar Heinrichs des Löwen (etwa vierhundert Jahre später).

Außerdem ist Irland die Insel des Kreisverkehrs, der öffentlichen und funktionierenden Toiletten und der sieben Millionen Varianten der Farbe Grün in der Landschaft, der großen Hummeln und kleinen Wild- Kaninchen, der Trainingshosen im Stadbild und schwergewichtiger Menschen, des Ginsters und Rhododendrons, der Wurstlosigkeit und Quarklosigkeit bei der täglichen Nahrungsaufnahme, aber der Fleisch-Euphorie und der Hingabe zu Butter und Milch, des Moores, der Hochkreuze und des Geruchs der Kühe nach dem Regen, der tiefen Wolken und des teuren Alkohols.

Und im katholischen, „erzkonservativen“ Irland, wie es so oft beschrieben wird, spielt die Kirche eine auffällig untergeordnete Rolle innerhalb der sichtbaren Öffentlichkeit, z.B. ohne optische Behelligungen an Weggabelungen wie in manch deutscher Landschaft.
Auch keine Bibel-Nötigung in Hotels und anderen touristischen Übernachtungsmöglichkeiten.

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Juli 18, 2015 Posted by | Geschichte, Kunst, Leipzig, Neben Leipzig, Reisen | Hinterlasse einen Kommentar

Jürgen Henne, Valerie Fritsch, Klaus Kastberger, Nora Gomringer und der Bachmann-Wettbewerb 2015

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Bachmann-Wettbewerb 2015

Ich habe alle Beiträge gehört und gesehen.
Vor wenigen Minuten lobte eine Journalistin im Deutschlandradio Kultur die positive Atmosphäre unter den Juroren und begründete ihr Urteil damit, dass man sich weitgehend einig war und Streitereien vermieden wurden.
Nur Klaus Kastberger aus Graz zerstörte mitunter die sorglose Stimmung und wollte sich scheinbar streiten, dieser Rüpel.
Rüpel hat die Journalistin natürlich nicht gesagt, doch das Kastberger auch manchmal zu Penetranz neige.

Wenn ich das höre, bekommt meine Haut die Struktur des hässlichsten Gänserichs Mitteleuropas.
Kastberger versucht, diese harmonische Einöde zu durchbrechen und endet auf der Streckbank für aufsässige Nörgler.

Mir wird übel und ich werde in meiner Vermutung bestärkt, dass Literaturkritik, Kunstkritik…sich ganz anderen Kriterien unterwerfen müssen als der Qualität, über die auch gestritten werden muss.
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit diesen Tendenzen und habe auch öffentlich versucht, wenigstens eine gemäßigte Aufmerksamkeit zu erlangen.

Während jeder Nachbereitung im Radio mit einem Auszug des Vortrags von Bachmann-Preisträgerin Nora Gomringer wird bislang ausschließlich folgene Passage gewählt:

„Tach
Hallo, Herr Thomas. Ob ich ihnen ein paar Fragen stellen dürfte?
Ich störe auch nicht lange.

Ja.

Darf ich reinkommen.

Ja.

Bei Herrn Thomas ist alles durcheinander, einschließlich Herrn Thomas.“

Bei „Ja“ und „Ja“ brüllte sie dann wie ein misslauniger T.Rex und machte eine dummes Gesicht ins Publikum. Es entwickelte sich eine heitere Grundstimmung.

Ich denke jetzt einmal leichtsinnig, dass für derartige Rückblicke und Zusammenstellungen die glanzvollsten Abschnitte ausgelesen werden sollten.
Ich fand das Humorpotential überschaubar und der schauspielerische Nebeneffekt kann sich im Hörfunk ohnehin nicht entfalten.
Aber warum sollte man sich um diese Abläufe kümmern. Hauptsache Nora brüllt.

Den sprachlich edelsten und geistvollsten Text versendete die Österreicherin Valerie Fritsch. Doch weder brüllte sie noch zappelte sie auf dem Stuhl herum.

Die intelligentesten und konstruktivsten Jury-Beiträge lieferte Klaus Kastberger. Außerdem wollte er sich ein wenig streiten.
Und ich habe recht. So einfach ist das.

Die womöglich unappetitliche Zusammenarbeit von Verlagen, Buchhandel, Juroren…..bei Preisverleihungen läßt mich frösteln.

Valerie Fritsch erhielt wenigstens den Publikumspreis.
Das Publikum war klüger als die Jury.
So einfach ist das.
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Juli 6, 2015 Posted by | Leipzig, Literatur, Medien, Neben Leipzig | Hinterlasse einen Kommentar

Jürgen Henne und eine verzögerte Nachbetrachtung der 6. Schostakowitsch – Tage in Gohrisch, Juni 2015

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Hinter der Baumreihe fügt sich die Konzertscheune in Landschaft und Dörflichkeit Gohrischs ein, Spielstätte für die 6. Schostakowitsch-Tage, Juni 2015
Elbsandsteingebirge.

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Schostakowitsch lacht – eine Rarität

Einem exzessiven Musikverbraucher, der seit Jahrzehnten zwischen Konzerten mit der Tonkunst von Palästrina, Berlioz, Satie, Debussy und Berg pendelt, zwischen Schönberg, Webern, Feldman, Glass, Gubaidulina, zwischen Lou Reed, Elvis Costello, Patti Smith, Stevie Winwood, Mick Jagger und Blixa Bargeld muss schon ein gerüttelt Maß an Qualität angeboten werden, um eine positive Reaktion erwarten zu können.

Die Komponisten, Musiker, Organisatoren und freiwilligen Einsatzkräfte zu den Schostakowitsch-Tagen in Gohrisch schafften das ganz locker.
Sieben musikalische Ereignisse an drei Tagen mit jeweils vierhundert bis sechshundert Besuchern haben erhebliche Spuren in meiner Konzertbesucher-Biographie hinterlassen.

Natürlich wurde Schostakowitsch gespielt, u.a. drei Streichquartette und die Musik zum Film „Das neue Babylon“ (1929), in der er auch die „Internationale“ und „Unsterbliche Opfer“ verarbeitet.
Ich dachte dabei an nahe Verwande, die sich bei der Trauerfeier um den verstorbenen Stalin-Euphoriker Wilhelm Pieck (1960) unter den Klängen von „Unsterbliche Opfer“, eine Melodie der russischen Revolution von 1905, tränentechnisch heftig verausgabten.
Vergeudete Tränen.
Auch Offenbachs „Can Can“ wurde bei „Babylon“ durchgenudelt (Eine Liebesgeschichte während der Pariser Kommune), desgleichen Walzer und Polka, also eine schier unerschöpfliche Fülle an Zitaten und eigener Phantasie (Dirigat Waldimir Jurowski, gegewärtiger Leiter des London Philharmonic Orchestra)

Zum Abschluss des ersten Tages dann Schostakowitschs Sonate für Violine und Klavier G-Dur, sehr schroff und kantig, in zwölftöniger Manier, in der damaligen Sowjetunion nicht gerade eine Wunsch-Komposition.
Schostakowitsch beschenkte David Oistrach mit dieser Sonate zu dessen 60 Geburtstag. Bei der Uraufführung im Moskauer Konservatorium saß Swastoslaw Richter am Klavier.

Schostakowitsch komponiert, Oistrach fiedelt, Richter klimpert. Da kann man nicht klagen.

Als Konzert-Ort wurde in Gohrisch eine Scheune ausgewählt. Klingt zunächst etwas nach rudimentärer, unvollkommener Interimslösung. Aber mitnichten, es wäre eine völlige Fehleinschätzung. Ich habe selten eine derartig grandiose Tonakustik erlebt. Die Gründe vermag ich nicht zu erläutern. Ich bin kein Tontechniker.
Doch wie mit einem Seziermesser getrennt, öffneten sich die Töne in den Raum. Violine, Viola, Klavier, Cello, Flöte, Fagott…beanspruchten eisern ihre individuelle Notwendigkeit. Ich erinnere mich z.B. an Konzerte mit Eric Burdon/Brian Auger in Halle oder John Cale in der Leipziger Peterskirche, vor einigen Monaten.
Dabei vermengten sich die einzelnen Instrumente zu einem unerträglichen Matsch, die Noten versumpften in einer Pampe, deren einzelne Linien man nicht mehr nachvollziehen konnte.
Es lag natürlich nicht an den vorzüglichen Musikern.

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Jascha Nemtsov

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Borodin-Quartett, Gohrisch 2015, nach der Verleihung des Schostakowitsch-Preises

Zu einer markanten Kampfansage für eine stabile Konzentration entwickelten sich zwei Konzerte mit dem charismatischen Pianisten Jascha Nemtsov, der 24 (!) Präludien und Fugen von Vsevolod Zaderatsky spielte, also 48 (!) kleine Stücke zwischen 58 Sekunden und etwa 4 Minuten, insgesamt 220 Minuten.
Eine Musik, die nie enden sollte.
Einem edlen Langzeitmenü aus französischen Landen ähnlich wartet man auf die nächste Portion, mit den Gedanken, was sich Der „Koch“ ( Zaderatsky) hat nun wohl einfallen lassen.
Zaderatsky wurde in einer ukrainisch-polnischen Adelsfamilie geboren (1891) und agierte ab 1915 als letzter Musiklehrer des Zarensohns. Also biografische Details, die ihn ab 1917 zu Gewürm erniedrigten.
Er schrieb die 24 Präludien und Fugen in einem sibirischen Gulag zwischen 1937 und 1939.

Zaderatskys Präludien und Fugen pendeln gnadenlos zwischen traditioneller Barockmusik (Dreiteiligkeit der Fuge…)und zeitgenössischen Prinzipien, die sich auch schon einmal der Atonalität nähern können.
Tragische Stimmungen werden von heiteren, derb-burleken Bildern abgelöst. Melancholische Lautlosigkeit und expressive Dramatik binden sich an Melodien, deren Üppigkeit nur veblüffen kann.

Und natürlich Arvo Pärt, dieser estnische Meister der Reduzierung, der einmal sagte, dass die „reinen Glockenklänge“ der Vollendung am nächsten kämen.
Die Kategorie „Ruhe“ bestimmt Pärts Arbeit. Nur wenige Akkorde und Töne werden immer wieder in neue Zusammenhänge gebracht und moduliert.
Von Arvo Pärt gab es in Gohrisch z.B. ein „Vater unser“ für Countertenor und Streichquartett, „Arbos“ für acht Blechbläser und Schlagzeug und „Quintettino“ für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn.

Innerhalb von vier Programmpunkten wurden Vertonungen von Dichtkunst angeboten. Neben Pärts Liedern für Countertenor (Andreas Scholl), u.a. von Clemens Brentano und Zaderatskys Kompositionen für Singstimme und Klavier trieben mir besonders Schostakowitschs Bearbeitungen von Gedichten der unvergleichlichen Marina Zwetajewa die Gänsehaut auf meinen fülligen Leib, also einige Quadratmeter Gänsepickel.

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Bühnenbild zu „Vergiss Dein Pfuschwerk, Schöpfer“ – Vertonte Gedichte von Christine Lavant

Außerdem passte er Lyrik von Christine Lavant zwischen die Pausen einer Cellosonate ein, eine österreichische Dichterin, die mir bislang unbekannt war. Gesprochen und gespielt von Isabel Karajan, Tochter von Herbert.

„Alter Schlaf, wo hast Du Deine Söhne?
junge, starke Söhne sollst du haben,
solche Kerle, die noch mehr vermögen
als bloß kommen und die Lampe löschen.“

Strophe eines Gedichts von Christine Lavant, ich vermute, daran kann man sich gewöhnen.

Von Benjamin Britten wurde „These Words“ mit einem umfassenden Angebot von Blechbläsern und Schlagzeug intoniert, wobei „Unsterbliche Opfer“, anders als bei Schostakowitsch, nicht in einen größeren Rahmen eingebunden war, aber als Solo-Thema die kurze Komposition bestimmte.

Die einzige Musik dieser Tage, bei der meine Augen etwas gelangweilt der Versuchung erlagen, die architektonische Dachstruktur der Scheune zu erfassen, bildete das Streichquartett a-Moll von Nikolai Mjaskowski (1881-1950). Hübsch anzuhören Doch quäkte darin einfach zuviel Tschaikowski. Natürlich sind „Pique Dame“, auch „Eugen Onegin“ und die 6.Sinfonie herausragende Werke. Dann eben doch lieber gleich Tschaikowski als Mjaskowski.
Doch kann dieses Intermezzo gertrost vernachlässigt werden.

Ich bin sicher kein Großmeister mit der Gabe, meine Lebenskreise schon Jahrzehnte voraus zu koordinieren.
Doch für einige Tage im Juni des kommenden Jahres sind diese Kreise schon stabil umrissen.

Weiterführende Empfehlung

„Dem kühlen Morgen entgegen“

Film von Oliver Becker und Katharina Bruner über Schostakowitsch während der Zeit Stalins, mit Armin Mueller-Stahl.
Eine Mischung von Gesprächen (Rostropowitsch, Roschdestwenski, Maxim Sch.), Puppenspiel, aus Material alter sowjetischer Filme und gefilmten Schostakowitsch-Studien.

Außerordentlich hochwertig.

Abspann

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Das Gute und das Böse
Ich vermute Anfang der 70er Jahre.
Breschnew, Gromyko,Schostakowitsch


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Juli 1, 2015 Posted by | Leipzig, Musik, Neben Leipzig, Reisen | Hinterlasse einen Kommentar