Juergen Henne Kunstkritik

Jürgen Henne, Donald Trump und Stefan Kuzmany in Deutschland

„Der Spiegel“, Nr 36, 31.8.2019, S.8, Überschrift zu einem Text von Stefan Kuzmany

„Der Spiegel“ konnte sich noch nie dauerhaft im Regal meiner bevorzugten Wochen/Monatsschriften einordnen.
Und ich vermute, das diesen Blatt bald erbarmungslos aus meinem Weiterbildungs-Reservoir getilgt wird.
Denn die inhaltlichen und sprachlichen Dürftigkeiten häufen sich.

Innerhalb dieses Textes (s.oben), sollte sicher eine Art Glosse werden, kündigt Stefan Kuzmany den Besuch Trumps in Deutschland an und unterbreitet Vorschläge für kommunikative Schwerpunkte.
Er verweist nochmals auf Trumps Sehnsucht nach Grönland, eigentlich ein politisches Intermezzo, das keine Sau mehr interessiert, das jeder begabte Mensch schon wieder vergessen hat.
Nur Stefan Kuzmany vergisst nicht.

Und mit feinsinniger Ironie und hoher Originalität vermutet unser Stefan, dass Trump auch in Deutschland die Begierde entwickeln könnte, eine Insel zu erwerben.
Und zwar Sylt, vermutet Kuzmany geistesgegenwärtig und Stefan wäre nicht Stefan, wenn er nicht sofort nach seiner Vemutung auch eine Lösung anböte.
Merkel soll Mallorca anbieten, womit das Problem auf der spanischen Inselwelt abgelagert wird.

Stefan Kuzmany könnte sich nach dieser journalistischen Klimax erschöpft aber auch glücklich zur Seite lehnen.
Doch er gönnt seinem draufgängerischen Intellekt keinen Stillstand und zelebriert weiterhin seinen Vermutungsmodus.

Denn bei Kuzmany wölbt sich der Verdacht, dass Trump auch deutsches Festland begehren könnte und denkt dabei an die bayerischen Alpen (zur Errichtung einer Mountain-Ranch) und an Mecklenburg-Vorpommern (für Atombomben-Tests).

Spätestens jetzt beginnen meine halbverdauten Bratkartoffeln ihren Weg zurück in die Mundhöhle.
Reicht mir schnell den Übelkübel.
Sonst wird mir ohne Kübel übel.

Und abschließend philosophiert Stefan Kuzmany über ein Gastgeschenk an Trump und denkt dabei an Hans-Georg Maaßen, der dann neben Trump als Sonderberater für Migrations-und Grenzfragen dienen soll.

Ich müsste mich einer knochenharten Belastung aussetzen und nachdenken, wann ich letztmalig eine derartige Häufung von Dümmlichkeiten in derartig wenigen Zeilen gelesen habe.
Dieser Kehricht ist nicht nur infantil und grottig im durchschnittlichen Sinn.
Diese Grottigkeit endet am Mittelpunkt der Erde.
Vielleicht wird dort wenigstens dieses rote Atlantis-Urvieh erheitert, dass neben dem Vulkanschlot vor sich hin döst, in dem Lindenbrocks Schüssel nach oben fegt (Film, 1959).


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September 1, 2019 Posted by | Leipzig, Medien, Sprache | Hinterlasse einen Kommentar