Juergen Henne Kunstkritik

Jürgen Henne, die Dresdner Elbschlösser und Rammenau. Aufenthalte zwischen den Konzerten in Hellerau. Ein Bilderbuch ohne ausschweifende Kommentare

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Dresdner Elbschlösser
Schloss Albrechtsberg

Nicht verwechseln mit der Albrechtsburg in Meissen!
Ein Scherz für eher schlichte Zeitgenossen!

Klassizismus, von Adolph Lohse, Schüler Schinkels.
Lohse baute fast ausschließlich in Berlin.

Zu DDR-Zeiten seit 1951 als Pionierpalast Walter Ulbricht erniedrigt.
Ich verachte Systeme, die öffentliche Einrichtungen nach noch lebenden Zeitgenossen benennen.
Natürlich könnte man bei Jürgen Henne eine Ausnahme machen.

Zwischen den abendlichen, bzw. nächtlichen Konzerten in Hellerau benötigte der geschundene Besucherkörper ein gerüttelt Maß Entspannung (voriger Beitrag).
Da ich noch nicht der Fangemeinde „Architektur des 19.Jahrhunderts“ beigetreten bin und es sicherlich auch so bleiben wird, habe ich während der vergangenen Jahrzehnte eine „Besichtigung“ der Elbschlösser, trotz des vierjährigen Aufenthalts an der sächsischen Elbe, selbstsicher vermieden.
Doch für diese Tage in Hellerau mit musikalischer Avantgarde empfand ich den architektonischen Historismus als gnädigen Ausgleich, als Beruhigung sozusagen.

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Lingnerschloss (früher Villa Stockhausen), gleichfalls von Adolph Lohse, später Klassizismus.

Eigentümer ab 1906 der Odol-Entwickler Karl August Lingner,
Umgestaltung durch Wilhelm Kreis, er baute auch u.a. das Hallenser Landesmuseum für Vorgeschichte und das Hygiene-Museum in Dresden.
Mittelmäßige Freundschaft mit Karl May.
Ab 1957 Klub der Intelligenz mit M.v. Ardenne als dominantes Gründungsmitglied.

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Ästhetischer Höhepunkt der Schlosskneipe im Lingnerbau

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Kleiner Vogel
Für ornithologische Rumpelstilzchen! Das ist ein Rotschwänzchen!
Blick von der Terasse am Lingnerschloss, oberhalb der Weinberge.
Werde ich für verschiedene Preisverleihungen in der Kategorie „Tierfotografie“ einreichen.

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Schloss Eckberg
Sicher der albernste Beitrag innerhalb der drei Elbschlösser Dresdens.
Von C.F. Arnold mit erbarmungslos durchgezogenem Historismus (Neugotik), Mitte des 19.Jahrh., Schüler von Semper.
Ab Beginn des 20.Jahrh. im Besitz von v. Mayenburg, Erfinder der Chlorodont-Tube.

Also neben Odol-Lingner nun auch Chlorodont-Mayenburg unmittelbar nebeneinander über den Dresdner Weinbergen.
Unsere sächsischen Kämpfer gegen faulig-eiternden Zahnwuchs, wider dem Mundgeruch.

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Schloss Eckberg

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„Stürmische Wogen“ im Schlosspark Eckberg von Robert Diez
Ende 19.Jahrhundert, 1900 auf der Weltausstellung in Paris.
Zweitguss des Originals, Erstguss heute gemeinsam mit „Stille Wasser“ (gleichfalls von Diez)auf dem Albertplatz in Dresden-Neustadt, an Stelle eines sowjetischen Mahnmals zu DDR-Zeiten.

Von der Ferne besehen denkt man zunächst an Neptun, Poseidon….
Aber dann fehlen Dreizack, Prora, Streitwagen….

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„Stürmische Wogen“, Detail

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„Stürmische Wogen“, Detail

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„Stürmische Wogen“, Detail

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Schloss Eckberg
Sascha Schneider, „Sonnenanbeter“ , Bronze

Das zu Bildhauerei mutierte Grauen.
1870 in St.Petersburg geb.
Siebenundfünfzig Jahre später nippte er auf einer Schiffsreise an einer Flasche Fleckenentferner und verschied.
Ob Suizid oder versehentliche Einnahme ist weitgehend noch nicht geklärt, nach meinem Kenntnisstand.
Befreundet mit Karl May, Oskar Zwintscher und Hans Unger.
Ein Quartett des Schreckens.

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Schloss Eckberg, Schlossgarten
Peter Pöppelmann, vermutlich „Aphrodite“

Das schönste Detail der gesamten Anlage.
Ob verwandschaftliche Linien von Peter Pöppelmann zum Pöppelmann des Zwingers führen, entzieht sich meiner Kenntnis.


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Rammenau, ländliches Barockschloss
Von Dresden vierzig Kilometer entfernt, unmittelbar neben Bischofswerda.
Geburtsort Johann Gottlieb Fichtes, Grabstätte auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof Berlin.
Aussen Barock, innen Klassizismus.

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Rammenau, Schlosspark

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Rammenau, Schlosspark, Gedenkstein für Johann Gottlieb Fichte


juergenhennekunstkritik.wordpress.com
juergen-henne-leipzig@web.de
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November 3, 2016 - Posted by | Leipzig

1 Kommentar »

  1. Oh and I am not a Liverpool or Chelsea supporter, even so the way the Liverpool fans were still singing You’ll Hardly ever Walk alone when their team was losing and the game was almost finished was pretty. Big respect.

    Kommentar von Duluth trading coupon | April 1, 2017 | Antworten


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