Juergen Henne Kunstkritik

Jürgen Henne und die eher unregelmäßig bearbeitete, doch hochgerühmte Serie: „Jürgen und die täglichen Abgründe im täglichen Journalismus.“

Dumme Fragen und gelungene Antworten

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Schanze zum Skispringen/Thüringen
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Nach einem Skispringen

Erster Sprung: 121 Meter, zweiter Sprung: 151 Meter.
Frage des Journalisten an den Springer: „Freuen Sie sich, dass Sie im zweiten Durchgang weiter gesprungen sind ?“

Antwort: „Ja“

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Schlitten zum Rodeln
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Nach einer Rodelfahrt

Frage der Journalistin an die Rodlerin: „Was bedeutet für Sie dieser Titel der Weltmeisterin?“
Etwas ungläubige Mimik der Rodlerin.

Antwort: „Ja, ich bin Weltmeisterin.“

Nach einer Rodelfahrt, einen Tag später, die Rodlerin erhält ihren zweiten Weltmeister-Titel.

Frage der Journalistin an die Rodlerin: „Welche Bedeutung hat dieser Weltmeister-Titel für Sie?“
Etwas ungläubige Mimik der Rodlerin.
Antwort: : „Ja, ich bin zweifache Weltmeisterin.“

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Nach einem Fußballspiel in der LVZ
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Ich gelte nun wahrlich nicht als ausgewiesener Fußballexperte, bin aber über RB Leipzig informiert und weiß gleichfalls, dass der Verein von St.Pauli schon die Fähigkeit besaß, in der Bundesliga über den Rasen zu eilen.
Auch über den aktuellen Tabellenstand der beiden Mannschaften in der zweiten Liga wurde ich aufgeklärt.

RB Leipzig: Tabellenplatz: I
St.Pauli: Tabellenplatz: IV

Ich denke, beide Truppen würden gern innerhalb der kommenden Saison u.a. in der Münchner Allianz Arena über den Rasen eilen.

Das Spiel endete nun in Hamburg nach ausgezeichneten Leistungen beider Mannschaften mit 0:1 gegen Leipzig.
Leipzig verliert also 0:1 auswärts, gegen einen Konkurrenten um die Lizenz, innerhalb der kommenden Saison u.a. in der Münchner Allianz Arena über den Rasen zu eilen

Also ein ausgesprochen akzeptabler Auftritt vom RB Leipzig.

Guido Schäfer schrieb von der 0:1-Pleite Leipzigs, s.o.
Guido S. kann man nun tatsächlich nicht als Meister feiner intellektueller und sprachlicher Nuancen verdächtigen.
Doch ein wenig Mühe sollte er sich schon geben.

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Desinfizierungsmittel für die Hände
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Während der Eröffnung der Berlinale

Frage einer Journalistin an Elyas M´Barek:
„Was gefällt ihnen hier am besten: „Filme, Fans, Stars?“

Antwort: „Das Desinfizierungsmittel für die Hände.“

Anke Engelke während der Festival-Eröffnung, auf der Leinwand gibt es eine Film-Szene mit Depardieu im Auto.

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Engelke an das Publikum: „Haben Sie Depardieu im Auto gesehen, er darf wahrscheinlich nicht mehr im Flugzeug fliegen.“

(Depardieu hatte vor einiger Zeit wegen Belegung der Flugzeug-Toiletten zwischen die Reihen uriniert.)

Die Strategie, diese Aktion humoristisch zu bewältigen, erscheint mir aber weitgehend misslungen.



Musik der Woche

Deutscher Krautrock der 70er Jahre
….. z.b. Amon Düül II, Kraan, Can, Cluster….


Lektüre des Tages

Zeit-Magazin innerhalb der aktuellen Ausgabe „Die Zeit“ (18.2.),Text über Iggy Pop, verbunden mit der Frage, wie Pop, im Angesichts seiner äußeren Erscheinung, David Bowie überleben konnte.

Natürlich ist seine Musik einzigartig und in Erinnerung an deren gemeinsamen Aufenthalt in Berlin/West rekapituliere ich gern Verse unseres Goldlöckchens Schiller:

„Ich sei, gewähret mir die Bitte
in eurem Bund der Dritte.“

Leider lebte ich während dieser Jahre im Osten.

juergenhennekunstkritik.wordpress.com
juergen-henne-leipzig@web.de
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Februar 19, 2016 - Posted by | Leipzig

1 Kommentar »

  1. Vielen Dank für all Ihre interessanten Beiträge und Beobachtungen in Zeiten der galoppierenden Dummheit und Verblödung.

    Neulich in einer Filiale einer „Bäckerei“ irgendwo im Leipziger Süden(Angebotspalette erreicht fast durchgehend die Qualität von Sondermüllabfällen)
    Kunde zur Verkäuferin: „Was is’n eigentlich in Ihren Brötchen drinne?
    Verkäuferin: „Teig“
    Kunde (ohne jegliche Reaktion auf den wahnsinnig erhellenden Informationsgewinn) : „Und wo werden se gemacht?“
    Verkäuferin: „Weeß isch doch nisch. Die wern jeden Tag um Viere frühs außem Laster angeliefert!“
    Kunde: „Und… (kurzes Zögern, wahrscheinlich erfolgt ein kurzer und anstrengender Versuch selbstständig seine Gehirnwiese mit der wohl längst verkümmerten Fähigkeit des selbständigen Denkens anzusäen)
    „…. (ohne Erfolg) … schmecken die?
    Verkäuferin: „Keene Ahnung, aber der Hund frisst se gerne….“

    Sportlerphilosophie:

    Fussballbuddha Friedhelm Funkel (ohne jemals empirisch nachgewiesene Helligkeit des Hirns):

    „Wir dürfen nicht mehr Tore kassieren, als der Gegner schießt.“

    In diesem Sinne halten einige Menschen auch in Zukunft zurecht an guter Musik, Kunst und Literatur fest.
    Erfreuen an scheinbar kleinen, nichtigen Erkenntnissen z. B. daran, dass eine Musikzusammenstellung aus Guru Guru, Can, David Bowie „Ziggy Stardust“ und Frank Zappa „Sheik Yerbouti“ und einer Ballet-Suite von Schostakowitsch mit einer Laufzeit von knapp 2 Stunden doch erstaunlich harmonisch und beruhigend wirkt.

    Beste Grüße aus der Anstalt DNB.

    Kommentar von Dr. Katzenberger | Februar 19, 2016 | Antwort


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