Juergen Henne Kunstkritik

Jürgen Henne und Kulturtipps für Stunden ohne Andrea Berg, Helen Fischer, Markus Lanz, Oliver Pocher, Florian Silbereisen, Ute Freudenberg

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Krzysztof Penderecki

Der Vorname mit sieben Konsonanten 1xVokalbuchstabe u.1xVokal. Nicht übel und für einen Sachsen nicht ganz überraschungsfrei.

Morgen, 12.11., Passage-Kino Leipzig, 19 Uhr
„Wege durchs Labyrinth“, von Anna Schmidt über K. Penderecki.
Der Komponist ist anwesend.

Zu säuischen DDR-Zeiten agierte Penderecki in „meinen Kreisen“ als Ikone, ähnlich Hendrix und Jagger.
Für infantile Funktionärs-Gnome, bei denen Musik mit „Hoch auf dem gelben Wagen“ endete, war er ein „Schmierfink“, der erst einmal lernen sollte zu arbeiten, vergleichbar mit Solchenizyn (Wiedergabe eigener Erfahrungen).

——

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Die Teufel von Loudun

Vorzügliche Aufführung von Pendereckis Oper.

Nach einem Roman von Aldous Huxley. Habe ich noch nicht gelesen, aber die Verfilmung von Ken Russel gesehen (Anfang der 70er Jahre).
Geht recht locker zur Sache.
Dem Vatikan gefror die Mimik, wegen der Nonnenorgien, alle „Fachleute“ protestierten und brüllten mit feuchtem Schritt so vor sich hin.
Denn die Klosterdamen masturbierten mit ausgewachsenen Kruzifixen.
Ja, liebe Kirche, was blieb ihnen denn übrig, doch vielleicht hätten sie kleinere Exemplare nehmen sollen.
Denn mannsgroße Dildos sind doch etwas strapaziös zu bewältigen.

Mit Oliver Reed als Urban Grandier und Vanessa Redgrave als Jeanne.

Bei Reed denke ich sofort an das „Landhaus der toten Seelen“,mit Karen Beck, die vor ein paar Wochen starb.
Eine subtiler Horrorfilm mit etwas beknacktem Titel, aber ohne Gehirn an der Abortwand oder Skrotum im Senfglas und Rentner-Zehennägel im Milchreis und einem Finale, bei dem ich auch heute noch schaudere.
Außerdem mit Bette Davis. Und die Gedanken formieren sich neu, zu „Wiegenlied für eine Leiche“, „Alles über Eva“, „Was geschah wirklich mit Baby Jane“…eine endlose Kette.

Filmtipp

Woody Allen, „Blue Jasmine“

Musiktipp

Sly & the Family Stone und zunächst die Titel „Dance to the Music“ und „Want to Take Your Higher“

Nach der gegenwärtig öffentlichen Interessenlage zu urteilen, scheint es diese Truppe nie gegeben zu haben, analog zu Blood, Sweat and Tears.
Na ja, Hauptsache der klebrige Chris Norman füllt noch die Stadien…ächz..ächz..ächz…und Ute Freudenberg feiert vor Millionen Zuhörern die Befingerungen bei ihrer Jugendliebe….endloses „ächz…“

juergenhennekunstkritik.wordpress.com
juergen-henne-leipzig@web.de

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November 11, 2013 - Posted by | Film, Leipzig, Musik

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