Juergen Henne Kunstkritik

Juergen Henne, Wulfffens Gedröhne, Holger Honolula, Genitalhygiene der Schabrackentapire, Friedrich d.Gr., Knubbelknullis, Harrison Birtwistle, Conlan Nancarrow und Kartoffeln mit Gutsleberwurst

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Titelseite der größten Leipziger Tageszeitung, vergangene Woche.
Hinweis auf Wulffffens Privat-Gedröhne, mit Bild.

Im Inneren des Blattes gibt es dann noch eine ganzseitige Vertiefung dieser „Probleme.“

Da fällt mir nur der Spruch des bekannten südhawaiianischen Philosophen Holger Honolula ein:

„Reicht mir schnell den Übelkübel, sonst wird mir ohne Kübel übel!“

Mein Gott, was interessieren mich die Paarungs-u.Trennungsaktionen dieser Bleich-Nulpen.
Ein Bericht über die Genitalhygiene südostasiatischer Schabracken-Tapire würde mich dagegen zu einer galoppierenden Wissensgier animieren.
Es ist ja rechtens, dass sich jeder Mitbürger, gemäß des intellektuellen Anspruchs, seine tägliche Lektüre zur Wissensvermittlung wählen kann.
Und des Großen Friedrichs Hinweis: „Jeder soll nach seiner Facon selig werden“ ist zeitlos richtig.

Doch schwimmen mir allmählich die Felle für meine Facon davon.

Ich denke, dass man auch in Leipzig in jedem Verkaufsstall, vom Supermarkt bis zum Fachgeschäft für Knubbelknullis, Gazetten erwerben kann, in denen Bettinas klitoriale und finanzielle Bedürfnisse befriedigend aufbereitet werden.
Doch warum gerade in Leipzigs größter Tageszeitung, die zumindest hin und wieder versucht, einen gewissen Anspruch zu erhalten, besonders im Ressort Musik?
Bildende Kunst und Film kann man dagegen in den Bottich werfen.

In einer Zeit, in der unsere Lebenskugel zwischen Wladiwostok und Pretoria zumindest mit einer Grundausstattung überwältigender Probleme versorgt wird, muss auf der Titelseite der größten Tageszeitung Leipzigs nicht gerade Wulfffens Ödland zelebriert werden.

Unter Wulfffs Ödland auf der Titelseite von Leipzigs größter und einziger Tageszeitung erstarrt dann ein Beitrag über Leipzigs Fußball-Zukunft.Vielleicht auch nicht ein Jahrhundert-Thema.

Und das in Leipzigs größter und einziger Tageszeitung.Und auf der Titelseite.

Mein Tipp. Ab in die Tonne mit dieser Zeitung und Musik hören, z.B.:
Streichquartette von Harrison Birtwistle oder Klaviermusik Conlon Nancarrows. Auch Straussens „Elektra“ oder „Salome“ böten sich an.
Wieder einmal Gedichte von Verlaine, Trakl, G.Heym zu lesen, wäre zusätzlich eine gelungene Alternative.

Oder die wundervollen Kartoffeln verspeisen, mit guter Butter, edlem Quark und vorbildlich gewürzter Gutsleberwurst (s.Foto).
Alles ist ertragreicher als eine Beschäftigung mit diesen nervenden Schnarchnasen.

ILEFloffsen2005198309092012

juergenhennekunstkritik.wordpress.co
juergen-henne-leipzig@web.de

Januar 13, 2013 - Posted by | Leipzig

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