Juergen Henne Kunstkritik

Jürgen Henne im Winter, Thomas Wassberg, Avercamp und die fröstelnd-barmenden Tumulte um ein paar Zentimeter Schnee

Jürgen Henne, auch als „Thomas Wassberg von Gohlis“ bekannt, bei der Vorbereitung zum Wasa-Lauf, Januar 2010, unweit von Leipzig.

Ich liebe diesen Schnee, diese herbe Ästhetik ohne Schweißflecke an den Baumrinden. Ich könnte mich von Baum zu Baum suhlen.
Und jetzt wird wieder gebarmt. Deutschland jammert sich in die Frost-Starre. Hamsterkäufe werden erwogen, um diese Last erträglicher zu gestalten. Alle Medienheinis quasseln sich zum Schneemann und stecken sich eine Möhre in ihre blaugekühlten Leidensgesichter.
Mein Gott, es ist Winter und es schneit und es gibt Frost.
Noch vor wenigen Jahren habe ich im Dezember bei sanftem Schneefall und mit ruhigen Schwimmzügen das Ostseewasser durchmessen.
Die tägliche Hitze in meinem Körper genügt mir.
Außerdem liebe ich die Winterbilder von Avercamp, van der Neer oder Ruisdael, Holland, 17.Jahrhundert.
Und jetzt gehe ich zu Frau Holle, greife ihr in den Schritt und hoffe, dass sie dadurch ihre Aktivität noch etwas steigert.

juergenhennekunstkritik.wordpress.com
juergen-henne-leipzig@web.de

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Januar 9, 2010 Posted by | Leipzig, Verstreutes | 1 Kommentar