Juergen Henne Kunstkritik

Jürgen Henne in Vietnam und Kambodscha, zwischen Saigon, Hue und Hanoi, zwischen Vin Ha Long, Da Nang, Hoi An und Angkor, Oktober 2009, Teil II

Zwischenberichte über die Holz-Stein-Gefechte in der Tempelanlage Ta Prohm, Angkor, Kambodscha (auch T.I)

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Die Attacke organischen Lebens hat den Stein noch nicht auseinandergetrieben. Ordentlich erhaltene Reliefs dekorativen Charakters in Ta Prohm.

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Wichtige Interims-Philosophen würden bei den folgenden Bildern vielleicht wichtige Grundsatzreferate anbieten. Über das Verhältnis Mensch und Natur, über die Zerstörung der Natur durch den Menschen, im vorliegendem Fall dominiert allerdings die entgegengesetzte Variante, die Zerklüftung menschlicher Genialität durch Simpel-Bäume.

Fragen verschiedener Abhängigkeiten und Dominanzen zwischen Flora, Fauna und Homo Sapiens, die mögliche Überflüssigkeit der menschlichen Existenz auf dieser Erde und ähnliche Banal-Sülze könnten angeschnitten und bis zur ökologischen Aktualität vorangetrieben werden.

Ich werde mich tunlichst hüten, diesen oft lärmend-einfältigen Selbstdarstellungen mit erbrochenem Humanitäts-Weihrauch zu folgen und habe mich einfach nur von dieser mystisch-bizarren Stimmung faszinieren lassen. Natürlich ist das Bild wie immer nur ein karger Ersatz.

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Die Wurzel hat das Tor zerstört und gräbt sich ihren Kanal

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Baumwurzel, mittig

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Ta Prohm mit Mönchen

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Oktober 19, 2009 Posted by | Kunst, Leipzig, Neben Leipzig, Verstreutes | Hinterlasse einen Kommentar

Jürgen Henne in Vietnam und Kambodscha zwischen Saigon, Hue und Hanoi, zwischen Vinh Ha Long, Da Nang, Hoi An und Angkor, Oktober 2009, Teil I

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Auf heimatlichen Wegen in Leipzig/Gohlis. Nach 12 Flugstunden von Saigon mit 36 Grad Schatten-Temperaturen, gefühlten 7000 Grad in der Sonne und einer Luftfeuchtigkeit für Extrem-Amphibien.
Als deutscher Recke missachtete ich natürlich vor drei Wochen die Möglichkeit kühler Temperaturen bei der Rückkehr und fröstelte mich kurzärmelig durch 3 Grad bis zur heimatlichen Heizung.

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Bayon, Angkor Thom, Kambodscha, , 12./13.Jh., Gesichterturm. Anfänglich keine hinduistische Anlage, sondern ein Mahayana-buddhistisches Heilgtum, von Jayavarman VII. gestiftet. Erst vor einhundert Jahren vom Dschungel befreit.

Es ist sicherlich müßig, tiefschürfende Fragen fernöstlicher Mythologien in dieser Blogform zu klären. Ich habe schon auffällige Sorgen, grundsätzliche Schwerpunkte germanischer und griechischer Mythen langfristig zu speichern.
Über Hinduismus, Daoismus und Buddhismus, über Brahma, Shiva und Vishnu, über Geisterglaube und Ahnenkult, über die Geschichte von Vietnam und Kambodscha mit Konfuzius, Ho Chi Min, Pol Pot und Sihanouk gibt es ausreichend Literatur. Deshalb schweige ich und gebe zu den Bildern, die ich spontan und unregelmäßig in den Blog stelle, nur die entsprechende Kurzprosa.

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Angkor Wat, Kambodscha

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Ta Prohm, Angkor, Kambodscha – Architektur und Würgefeige.

Ursprünglich buddhistisches Kloster, zum Gedenken Jayavarmans VII. an seine Mutter um 1180 erbaut. Flachtempel. Zwischen Außenmauer und Umfassungsmauer der Tempelanlage, also in der Klosterstadt, lebten über 12000 Menschen, darunter 615 Tänzer.
Die ursprüngliche Gestalt des zentralen Tempels ist kaum mehr zu rekonstruieren. Gewaltige Bäume umschlingen die Architektur, haben die Ordnung zerstört und ein neues Kunstwerk geschaffen. Außer notwendigen Sicherungsmaßnahmen wird in diesem Figth zwischen Dschungel und Menschenwerk nicht eingegriffen..

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Alltägliche Verkehrssituation in Saigon, wobei in Hanoi derartige Abläufe auf die Spitze getrieben werden. Ein infernalischer Lärm, jeder Teilnehmer ist verpflichtet, bei einer Überholung hörbar zu hupen. Und irgendwie will jeder irgendwie immer irgendwie rechts und links überholen und irgendwie immer hupen.
Eine Verkehrsordnung gibt es, die aber konsequent missdeutet wird. Die Überlebenschancen unserer ersten Straßenüberquerungen ähnelten fast dem Ergebnis einer Amazonasbewältigung mit erhöhtem Bestand ausgehungerter Piranhas.

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Pflanzen vor unserem Hotelfenster in Hue, Vietnam
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Dschungel für Touristen an einem Seitenarm des Mekong, Vietnam

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Oktober 17, 2009 Posted by | Kunst, Leipzig, Neben Leipzig, Verstreutes | Hinterlasse einen Kommentar