Jürgen Henne und Francis Bacon und Schostakowitsch und Sofia Gubaidulina

Francis Bacon, Ausschnitt
Die erste Minute des 28. Oktober 2009 hat begonnen.
Ich verneige mich ungern und nur selten. Gelegentlich vor dem Spiegel. Doch meine Stirn, mit dem bemerkenswerten Inhalt dahinter, streift den Boden und ich gedenke Francis Bacons, der heute vor 100 Jahren geboren wurde.
Und ich erinnere mich mit heißen Herzen an die Stunden im November 2006, als ich in der Hamburger Kunsthalle durch eine Ausstellung mit seinen Bildern schwebte.
Ich habe jetzt meine Literatur über ihn auf dem Schreibtisch aufgereiht und berühre mit einem Glas Rotwein jedes Buch.
Ich werde ein Streichquartett von Schostakowitsch hören und vielleicht noch ein Stück Kammermusik von Sofia Gubaidulina. Passt mit den Bildern von Bacon sicherlich nicht fugenrein zusammen. Doch große Kunst passt immer.
Happy birthday, Mr. Bacon und weiterhin eine gute Zeit im Paradies, denn nur dort können Sie sein.
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Jürgen Henne, Else Buschheuer, Dirk Thärichen, Udo Reiter und ein glücklicher Moschusbock

Leipzig/Gohlis, Balkon, Sommer 2009
Manchmal will man tatsächlich nur ein Moschusbock sein, nicht hören, nicht sehen, einfach nur einfältig auf irgendwelchem Grünkraut sitzen und vor sich hin riechen.
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Doch ich muss den 40. Geburtstag von Dirk Thärichen zur Kenntnis nehmen, sicherlich einer der unappetitlichsten Zeitgenossen in Leipzigs jüngster Vergangenheit, der sich noch im Herbst 1989 gierig in das Edelregiment Feliks Dzierzynski einordnete, eine Truppe mit der Schleimspur für markige Partei-u.Stasikarrieren.
Mir ist es im Grunde leid, diese alten Gurken wieder aufzubrühen. Doch Thärichen agiert inzwischen als Sprecher des MDR und da muss ich speien.
Als Geburtstagsgäste rollte MDR-Chef Udo Reiter auf die Tribüne und dahinter in geduckter Grundhaltung natürlich Else Buschheuer, wie immer. Else Buschheuer, die täglich darum kämpft, als ausgeflippte Aussteigerin am Rande der Gesellschaft zu gelten.
Else Buschheuer, die ihr „Bohemien“-Dasein zelebriert und bösartig reagiert, wenn man Zweifel an dieser Inszenierung vorträgt.
Else Buschheuer, die darum kämpft, als Außenseiterin ohne Verständnis für profane Abläufe und gesellschaftliche Normen gefeiert zu werden.
Und Else Buschheuer als Rollstuhl-Pilotin für Regional-Prominenz und als Vorkoster für Tscheka-Fanatiker.
Und Guido Schäfer von der LVZ mit seinem unerreicht-einfältigen Pubertäts-Geröhre ficht das natürlich nicht an
Reicht mir schnell den Übelkübel,
sonst wird mir ohne Kübel übel.
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Jürgen Henne, Neuseeland, Neil Diamond und die tägliche Mühsal mit der deutschen Sprache

Konsum in Leipzig/Gohlis
Nationalhymne von Neusseland: Neil Diamonds „Beautiful Noice“, herausragend interpretiert vom Chor der Konsumgenossenschaft Neuss/NRW.
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Jürgen Henne in Vietnam und Kambodscha, zwischen Saigon, Hue und Hanoi, zwischen Vin Ha Long, Da Nang, Hoi An und Angkor, Oktober 2009, Teil II
Zwischenberichte über die Holz-Stein-Gefechte in der Tempelanlage Ta Prohm, Angkor, Kambodscha (auch T.I)

Die Attacke organischen Lebens hat den Stein noch nicht auseinandergetrieben. Ordentlich erhaltene Reliefs dekorativen Charakters in Ta Prohm.
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Wichtige Interims-Philosophen würden bei den folgenden Bildern vielleicht wichtige Grundsatzreferate anbieten. Über das Verhältnis Mensch und Natur, über die Zerstörung der Natur durch den Menschen, im vorliegendem Fall dominiert allerdings die entgegengesetzte Variante, die Zerklüftung menschlicher Genialität durch Simpel-Bäume.
Fragen verschiedener Abhängigkeiten und Dominanzen zwischen Flora, Fauna und Homo Sapiens, die mögliche Überflüssigkeit der menschlichen Existenz auf dieser Erde und ähnliche Banal-Sülze könnten angeschnitten und bis zur ökologischen Aktualität vorangetrieben werden.
Ich werde mich tunlichst hüten, diesen oft lärmend-einfältigen Selbstdarstellungen mit erbrochenem Humanitäts-Weihrauch zu folgen und habe mich einfach nur von dieser mystisch-bizarren Stimmung faszinieren lassen. Natürlich ist das Bild wie immer nur ein karger Ersatz.
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Die Wurzel hat das Tor zerstört und gräbt sich ihren Kanal
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Baumwurzel, mittig
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Ta Prohm mit Mönchen
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Jürgen Henne in Vietnam und Kambodscha zwischen Saigon, Hue und Hanoi, zwischen Vinh Ha Long, Da Nang, Hoi An und Angkor, Oktober 2009, Teil I

Auf heimatlichen Wegen in Leipzig/Gohlis. Nach 12 Flugstunden von Saigon mit 36 Grad Schatten-Temperaturen, gefühlten 7000 Grad in der Sonne und einer Luftfeuchtigkeit für Extrem-Amphibien.
Als deutscher Recke missachtete ich natürlich vor drei Wochen die Möglichkeit kühler Temperaturen bei der Rückkehr und fröstelte mich kurzärmelig durch 3 Grad bis zur heimatlichen Heizung.
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Bayon, Angkor Thom, Kambodscha, , 12./13.Jh., Gesichterturm. Anfänglich keine hinduistische Anlage, sondern ein Mahayana-buddhistisches Heilgtum, von Jayavarman VII. gestiftet. Erst vor einhundert Jahren vom Dschungel befreit.
Es ist sicherlich müßig, tiefschürfende Fragen fernöstlicher Mythologien in dieser Blogform zu klären. Ich habe schon auffällige Sorgen, grundsätzliche Schwerpunkte germanischer und griechischer Mythen langfristig zu speichern.
Über Hinduismus, Daoismus und Buddhismus, über Brahma, Shiva und Vishnu, über Geisterglaube und Ahnenkult, über die Geschichte von Vietnam und Kambodscha mit Konfuzius, Ho Chi Min, Pol Pot und Sihanouk gibt es ausreichend Literatur. Deshalb schweige ich und gebe zu den Bildern, die ich spontan und unregelmäßig in den Blog stelle, nur die entsprechende Kurzprosa.
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Angkor Wat, Kambodscha
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Ta Prohm, Angkor, Kambodscha – Architektur und Würgefeige.
Ursprünglich buddhistisches Kloster, zum Gedenken Jayavarmans VII. an seine Mutter um 1180 erbaut. Flachtempel. Zwischen Außenmauer und Umfassungsmauer der Tempelanlage, also in der Klosterstadt, lebten über 12000 Menschen, darunter 615 Tänzer.
Die ursprüngliche Gestalt des zentralen Tempels ist kaum mehr zu rekonstruieren. Gewaltige Bäume umschlingen die Architektur, haben die Ordnung zerstört und ein neues Kunstwerk geschaffen. Außer notwendigen Sicherungsmaßnahmen wird in diesem Figth zwischen Dschungel und Menschenwerk nicht eingegriffen..
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Alltägliche Verkehrssituation in Saigon, wobei in Hanoi derartige Abläufe auf die Spitze getrieben werden. Ein infernalischer Lärm, jeder Teilnehmer ist verpflichtet, bei einer Überholung hörbar zu hupen. Und irgendwie will jeder irgendwie immer irgendwie rechts und links überholen und irgendwie immer hupen.
Eine Verkehrsordnung gibt es, die aber konsequent missdeutet wird. Die Überlebenschancen unserer ersten Straßenüberquerungen ähnelten fast dem Ergebnis einer Amazonasbewältigung mit erhöhtem Bestand ausgehungerter Piranhas.
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Pflanzen vor unserem Hotelfenster in Hue, Vietnam
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Dschungel für Touristen an einem Seitenarm des Mekong, Vietnam
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