Juergen Henne Kunstkritik

Jürgen Henne und Francis Bacon, Leipziger Volkszeitung und Francis Bacon und mein Wunsch nach geografischen Veränderungen, dazu Frank Schöbel, Ute Freudenberg, Hauff/Henkler und Norbert Wehrstedt- ein Nachklang zu meinem vergangenen Mitternachtstext. // Gleichzeitig Jürgen Henne in Vietnam und Kambodscha…, Teil 3

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…..da schwimme ich doch lieber mit einem Drachenboot auf dem Parfümfluss, Hue, Vietnam, Oktober 2009.

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…..oder huldige Konfuzius, Literaturtempel, Hanoi, Oktober 2009

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……oder besuche den Garten des ethnographischen Museums in Hanoi, Oktober 2009

……alles ist ertragreicher als am Morgen die Kulturseite der Leipziger Volkszeitung zu lesen. Francis Bacon wurde heute vor 100 Jahren geboren. Nicht der minimalste Nachrichten-Hauch in dieser Postille, nicht der schüchternste Halbsatz.

Bei Frank Schöbels 97.Geburtstag, bei Hauff/Henkler, dem Gesangsduett des Schreckens aus grauenvollen DDR-Zeiten oder zur Würdigung Ute Freudenbergs mit ihrem Ekelsong „Jugendliebe“ würde man Sondernummern drucken. Aber nicht das kleinste, verrutschte Semikolon für Francis Bacon, für einen der wesentlichsten Maler des vergangenen Jahrhunderts.

Im optischen Blickfeld langweilt ein Bild des MDR-Fernsehballetts….gähn, sicherlich eine nostalgisch-populistische Reminiszenz an die gehüpfte Kasperei des ehemaligen DDR-Fernseh-Balletts, für Edelspießer und Dauer-Onanisten.
Darunter ein Beitrag über oder mit Michael Jackson……schnarch, gefolgt von einer Würdigung Heinz Czechowskis, das ist angemessen.

Die zweite Seite wird dominiert von Norbert Wehrstedts Filmbeiträgen, an dessen Dilettantismus sich das anspruchsvolle Auge nur freudlos und betrübt vorbeischleichen kann.

Und Francis Bacon……. Selbst wenn man in dieser Zeitung Kartoffeln einpackte, würde sich das Erdgemüse angeödet auf die Größe von Stachelbeeren zusammenziehen.

Über den Dokumentarfilm „Cooking History“, gestern gesehen, den Wehrstedt so ungebührlich preist, werde ich in Bälde einige Sätze schreiben.

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Oktober 28, 2009 Verfasst von juergenhennekunstkritik | Film, Kunst, Leipzig, Neben Leipzig, Presse, Verstreutes | | Noch keine Kommentare

Jürgen Henne, Michael Fischer-Art, der Dalai Lama, das Trojanische Pferd und ein falscher Fuffziger

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Manchmal will man nur die Augen schließen oder einfach nur vor hemmungslos gedeihender Flora sitzen.

Jürgen Henne in Burgund/Frankreich

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Michael Fischer-Art windet sich vor dem Dalai Lama, preist und porträtiert ihn. Er kündigt 2004 eine Vertiefung des Themas und eine Gemäldeserie über die Besetzung Tibets durch China an. Über den Stand dieser Dinge bin ich nicht informiert. Jedes ungemalte Bild von Fischer-Art ist ein Gewinn für die deutsche Kultur.

Jetzt hat er einen Flügel oder ein Klavier mit seinen krähenden Papagei-Mutanten bepinselt und verscherbelt das Ergebnis nach China. Vielleicht erhält er als Gegenleistung ein paar Farbtuben, mit dessen Inhalten er dann wieder den Dalai Lama porträtieren kann. Als Geschenk für China wäre dieses Ergebnis allerdings ungeeignet.

Fischer-Art hätte sicherlich auch mit Laokoon und Hektor gesoffen und Kassandra in den Schritt gegriffen. Er hätte in Sauf – u. Schrittgreifpausen über Freiheit und Würde, über Ehre und Ethos gefaselt und kurz darauf mit Epeios und Kalchas die Pferdetrickserei organisiert um dann das Holzvieh mit seinen künstlerisch unterirdischen Schlabberlurchen zu bedecken.

Ich empfinde nicht das Bedürfnis, Liebermanns „Ich kann gar nicht so viel essen….“ aufzurufen, weil inzwischen jeder Dödel mit diesem Spruch seine kulturhistorische Verwurzlung präsentieren will. Doch mitunter ist dem nichts hinzuzufügen.
Oder ich zitiere meine selige Großmutter, die in Ihrer wundervoll folkloristische Sprache zu sagen pflegte: „Was bist Du doch für ein falscher Fuffziger.“
Und die „Leipziger Volkszeitung“ als sächsische Einfältigkeitspostille berichtet unterwürfig und kommentarlos über diese Abläufe. Max Liebermann, übernehmen Sie!

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September 8, 2009 Verfasst von juergenhennekunstkritik | Kunst, Leipzig, Presse, Verstreutes | | 1 Kommentar

Jürgen Henne auf der Flucht vor Zwangsmaßnahmen, die aktuelle Bestands-Bereicherung im Leipziger Bildermuseum rühmen zu müssen und Mattheuer, Tübke, Stelzmann, Rink, Sitte, Peuker und der einfältigste Museumsdirektor Mitteleuropas, angespeichelt von der einfältigsten Zeitung seit „Frösi“, außerdem Jürgen in Camburg

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Jürgen Henne auf der Flucht vor… siehe Überschrift. Camburg, Cyriakskirche, vielleicht ottonisch, zumindest schon ziemlich alt.

Jürgen, vorn

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Jürgen, mittig

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Jürgen, mittig bis hinten

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Jürgen, hinten

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„Einfach klasse“, röchelt jemand in das Gesicht des Journalisten der „Leipziger Volkszeitung“, dass diese ostdeutsche Kunst nun nach Leipzig kommt und alle „blicken immer wieder euphorisch auf diesen „Schatz“, den sie da auspacken dürfen.“ Der Journalist reagiert gleichfalls euphorisch und notiert sich „Einfach klasse“, dass…..
Ein kurzer Blick auf die Versicherungssummen der Bilder und man grölt im Leipziger Bildermuseum von einem „Millionenschatz „.
Denn der „Kunstschatz“ kommt von der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, raunt vielwissend der Journalist. Und dann schreibt er nochmals vom „Schatz“ im Museumshof und vom „Kunstschatz im Museumshof“, dem Zwischenlager für die Malerei und Bildhauerei.
Der talentbefreite und synonym-asketische Schreiber der „Leipziger Volkszeitung“ schwelgt sich von Schatz zu Schatz und ich bereite mich vor, in diesem Schwelgerchor meinen Schwelgerbeitrag zu leisten.
Ich hoffte auf Namen wie Penck, Andreas Dress, Grimmling oder Horst Bartnig, auf Carlfriedrich Claus, Glöckner, Henze, Libuda, Novaky. Aus Leipzig vielleicht außerdem noch ein ordentliches Bild Paul Zimmermanns oder ein früher Ingo Regel oder Manfred Martin.
Doch dann lese ich Stelzmann, Rink, Peuker, Sitte, Mattheuer,Tübke.
Ich lese die Künstler dieser „Schätze“, mein Edelantlitz mutiert zu einer Drachenvisage mit Flammenwerfer und ich weiß jetzt, dass wir den einfältigsten Museumsdirektor Mitteleuropas haben.
Denn Hans-Werner Schmidt faselt wie ein kleines unbedarftes Schätzchen und der LVZ-Journalist, ein Tornado der Inkompetenz in Fragen bildender Kunst, sieht keinen Handlungsbedarf zu einer kunsthistorischen Nachfrage.
Schmidt begründet tiefschürfend die Aufnahmebereitschaft für diese 162 Arbeiten:

„Für uns als Museum bedeutet es ganz klar einen Aufstieg, eine enorme ideelle Wertsteigerung. Vergleicht man unsere Sammlung etwa mit Halle, Chemnitz oder Cottbus, so stehen wir absolut einmalig da.“

Das ist richtig, ihr steht einmalig da. Diese Arbeiten, die jahrelang in Depots vor sich hinkeimten, will ja auch niemand. Da steht ihr einmalig da. Ich denke, dass man weder in Chemnitz, noch in Halle oder Cottbus die Türklinke des Hundeaborts gegen ein Bild dieses „Schatzes“ eintauschen würde.
Denn Chemnitz hat die Gunzenhauser-Sammlung, das Carlfriedrich-Claus-Archiv, einen ständigen Besitz von hochwertiger Kunst und bemüht sich mit Erfolg um ansehnliche Wechselausstellungen. Gegen Ingrid Mössinger ist Leipzigs Schmidt ein Stück Schnittlauch neben einer Edelpalme.
In Halles Moritzburg thront auf Dauer die unbeschreiblich prachtvolle Sammlung Gerlinger und die ständige Ausstellung mit Kunst des 20. Jahrhunders ist klein, doch von einer beachtlichen Qualität.
Und die Fotosammlung in Cottbus ist beispiellos.
Und dann kommt Leipzigs Schmidt mit Mattheuer, Tübke, Rink, Stelzmann, Peuker, Sitte. Die ganze Garde, mit der man uns über Jahrzehnte bis zum Rezeptionskoma behelligt hat. Wahrscheinlich sind auch noch ein Zander, ein Löbel und Baderschneider und Bilder Jürgen Schäfers oder Falkenthals und Doris Zieglers in die „Schätze“ gerutscht.
Und Leipzigs Haupt-Journaille kleckert brav an den Schmidt-Füßen.
Wir stehen tatsächlich einmalig da.
Doch vielleicht gibt es auch noch wirkliche Schätze aus Oberhausen, die Jürgen Kleindienst, als aktueller Schatz-Reporter der „Leipziger Volkszeitung“, sicherlich nicht kompetent einschätzen kann.

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August 28, 2009 Verfasst von juergenhennekunstkritik | Kunst, Leipzig, Presse | | Noch keine Kommentare

Jürgen Henne zürnt über das Ende von „Klangrausch“, huldigt Steffen Schleiermacher, doch keinesfalls Gisela Hoyer und Thomas Mayer, bekundet seine tiefe Abneigung gegen bedrohliche und ewigkeitsheischende Monumentalkunst, erinnert sich dankbar an die Galerie Beck und weniger dankbar an den Umgang einer Leipziger Zeitung mit erstrangiger Kunst

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Steffen Schleiermacher

Die Leipziger Kultur tröpfelt in einzelnen Kanälen mit erstaunlicher Kontinuität als provinzielles Rinnsal vor sich hin.
Da wird Bach abgenudelt bis zur Ohrläppchen-Lähmung, bis alle Rentner mit Fugen-Tinnitus von den Stühlen gekippt sind. Die Jubiläen Händels und Mendelssohns werden brav beachtet, um den braven Hörer nicht zu verunsichern und zu überfordern.
Diese Herren haben ja auch wirklich ordentliche Musik geschrieben.
Doch es schlägt 2009 und ich will nicht immer diese alten Kisten hören.
Deshalb feierten wir die Reihe „Klangrausch“, seit zehn Jahren vom MDR im Frühsommer veranstaltet, mit Steffen Schleiermacher als unermüdliches „Leittier“, zunehmend euphorisch. Bot sie doch der gängig-musikalischen Alltagsgrütze in Leipzigs „großen“ Musikhäusern einen zeitgemäßen Gegenpol.

Am kommenden Sonntag (5.Juli )gegen 22 Uhr versickert der „Klangrausch“ im Lindenfels und es legt sich noch etwas mehr tönende Ödnis über die Stadt. Denn Schleiermacher und seine Musikreihe werden nach dem elften Durchgang abgewählt.
Ich habe nicht den Durchblick, um über kultur-u. finanzpolitische Gründe zu spekulieren. Doch erzürnen auch andere Ärgernisse.

Denn in der gestrigen LVZ (30. Juni) gab es ein Interview mit Schleiermacher, dem ein denkfauler, desinteressierter Peter Korfmacher mit seinen Simpelfragen die Zeit stahl. Im Grunde kein Wort über die tieferen Ursachen dieser Entscheidung. Nur noch garniert mit einer launigen Ironie. In einer Postille, bei deren Kulturbarbaren die zeitgenössische Musik schon immer meilenweit am Gesäß vorbeidriftete. Doch an den Tagen der Vernichtung will man natürlich dabei sein und vielleicht auch etwas Betroffenheit abächzen.

„Klangrausch“, 3.7 – 5.7.2009, 20 Uhr, Lindenfels, Leipzig. – Die letzte Runde

Dieser Hohn wird eigentlich nur durch die Abläufe um die Resignation der Galerie Beck übertroffen, die vor Jahren in Leipzig erstrangige Ausstellungen anbot und von der LVZ ähnlich gnadenlos ignoriert wurde.
An mich vergebene Kritiken, von mir mit gewohnt hoher Qualität ausgeführt, vermoderten z.B. im Makulaturkübel.
Zum Abschiedsgelage in der Galerie erschien auch Gisela Hoyer von der Neandertaler-Herde dieser Zeitung. Erstmalig in diesen Räumen, für diese Kunst in hohem Maße unzugänglich, schlug Sie sich den Magen voll und lamentierte am folgenden Tage mit geschwollenen Tränensäcken im Kulturteil über den Verlust für Leipzigs Galerieszene.
Und ich ging zum Teich am Scherbelberg und brüllte meine Verzweiflung über derartige Bosheiten zwischen die quakenden Frösche.

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Werner Tübke, Bad Frankenhausen, Ausschnitt

Und genau am gestrigen Tag, als journalistisch das Ende vom „Klangrausch“ verkündet wurde, hat Thomas Mayer das Zeitungspapier mit einem Text malträtiert, den nur Leser mit einem hohen Masochismus-Potential bewältigen können (gleichfalls LVZ).

Natürlich geht es um Bad Frankenhausen, um Tübke und seine gemalte Bauernkriegszumutung, dieses monströse Zeugnis heilloser Hybris. Der Künstler als Diener infantil-diktatorischer Geschichtsverfälschungen und banaler Traditionsrüpeleien.

Da können Sie getrost, Herr Thomas Mayer, eine Einordnung als Propagandabild ablehnen und das „theatrum mundi“ anpreisen. Es ist ohnehin nur nachgeplappert. Und außerdem gibt es Journalisten, die haben ein ähnliches Verhältnis zur Kunst wie ein Gürteltier zum Kartoffelschäler.

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Werner Tübke, Bad Frankenhausen, Ausschnitt

Jawohl, Herr Mayer, nerven Sie uns nicht mit Ihrer Faktendröhnung ,denn wir wissen um die Quadratmeter, um die Längen-u. Höhenabmessungen des Bildes. Auch die Existenz einer 1:10-Fassung ist uns nicht unbekannt. Wir kennen auch Michael Triegel und Tübkes charakteristische Auffälligkeiten.
Immer diese gleiche Sülze.
Und die Information, daß Triegel in Bad Frankenhausen bei der Armee gedient hat, bringt uns und die Kunstgeschichte nicht wesentlich weiter.
Immer wieder einmal gelingt es Journalisten bei mittelgroßen Zeitungstexten zur Null-Information zu tendieren. Thomas Mayer gelingt es regelmäßig.

Aber wieder wird es so sein: Steffen Schleiermacher geht und Thomas Mayer schreibt weiter.

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Juli 1, 2009 Verfasst von juergenhennekunstkritik | Kunst, Leipzig, Musik, Neben Leipzig, Presse | | Noch keine Kommentare

Jürgen Henne, Cy Twombly in Altenburg, Kinderzeichnungen, Andrea Berg und die Dumpf-Knorpelei bei der Leipziger Volkszeitung

Ab morgen gibt es im Altenburger Lindenau Museum eine Ausstellung mit der Kunst Cy Twomblys

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Cy Twombly

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Cy Twombly
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Die vergnügt-verwegene Journalistenherde bei Leipzigs größter Tageszeitung (LVZ) wählt souverän als Überschrift für die Ausstellungsankündigung ein launiges:

„Kritzeleien wie Kinderzeichnungen.“

Tiefschürfend und mit intellektuell zwingend vorgetragener Konsequenz wird diese Einsicht vertieft, mit einem grandios durchdachten:

„Experten attestieren ihnen den Charakter misslungener Kinderzeichnungen.“

Mit „ihnen“ meint man Twomblys Bilder.
Haben sich diese Matadoren der Einfältigkeit je eine Arbeit Twomblys vor ihre Ignorantengesichter geschoben und wer hat sie beauftragt, die Leser mit läppich-beknackten Klischees zu behelligen? („Dieses Gekrakele kann auch mein dreijähriger Sohn“)
Der Vergleich mit Kinderzeichnungen wäre an für sich keine Schmähung, wenn man sie mit angemessenem Ernst beachtet.
Doch im Zusammenhang mit der Grundstruktur des LVZ-Blattes erhält diese geschriebene Sülze eine dümmlich abwertende Tendenz.

„Experten attestieren…. “ Ich kenne diese „Experten“ nicht, welche die Journalisten aus ihren Banausenhüten zaubern und das wird auch so bleiben.

Denn es sind diese Dumpf-Knorpel, die Giotto nicht von Willi Sitte unterscheiden können, die militant auf das „Geschmiere“ reagieren und derartige Kunst, z.B. von Twombly, nur Kindern und „Bekloppten“ zuordnen.
Sich selbst aber mit der Sehnsucht nach schwarz-weißer Prägnanz und simpler Interpretationswut befriedigen und die vor einer Kunst abknien, welche mit ärmlicher Eindeutigkeit bei Inhalten und formalen Lösungen ihrer intellektuellen Schwerfälligkeit entspricht.

Experten, ich ordne mich gern dazu, achten Twombly als einen der bedeutendsten, noch lebenden Künstler und vergleichen seine Kunst nicht mit misslungenen Kinderzeichnungen.

Warum muss Leipzig ein derartiges Wurstblatt ertragen, mit dieser unsäglichen Andrea Berg auf der heutigen Titelseite und dem Hinweis auf Twombly als scheinbar infantilen Imitator gefloppter Kinderkunst.

Reicht mir schnell den Übelkübel,
sonst wird mir ohne Kübel übel

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Mai 23, 2009 Verfasst von juergenhennekunstkritik | Kunst, Leipzig, Presse | | 1 Kommentar