Juergen Henne Kunstkritik

Jürgen Henne, ein Weihnachtsei, Ergießung des heiligen Ochsenschweißes, Caspars Familie, Kommet, ihr Hirten und die Besänftigung cholerischer Gene

Ouvertüre zum vierundzwanzigsten Dezember. Noch im prachtvollen Nachtgewand wollte ich den Tag mit der perfekten Zubereitung eines Frühstückseies eröffnen. Der Aggregatzustand und der ästhetische Befund dieser glibbrigen Hühnerpampe, das Ergebnis meiner unkontrollierten Handgestik, erwies sich aber als ungeeignet, die morgentliche Mahlzeit kultiviert zu ergänzen.
Doch gelang es mir, meine cholerischen Gene zu besänftigen und die restlichen Eier werden unbeschadet den heiligen Abend überstehen.
Doch vielleicht zwang mich auch mein Körper, schon die Brücke zur kommenden, christlichen Performance im April zu schlagen.
Und sicher kündigt sich dann auch das Pfingstfest schon zuvor in Form einer Ergießung des heiligen Ochsenschweißes an.

Unsere Weihnachtsgäste für die kulturelle Umrahmung, Frau und Tochter von Caspar, dem Haupthändler der Firma Werner Weihrauch.
Ich muss Ihnen nur noch verständlich machen, dass sie ihr Tänzchen z.B nach “Kommet, ihr Hirten” bewältigen müssen, meine weihnachtliche Lieblingsweise.
Die Kleidungsordnung bräuchten sie aber nicht zu verändern.

Dezember 24, 2011 - Geschrieben von | Leipzig

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