Jürgen Henne und „üzüntülümüsünüz (türk.)-Zeitform von traurig,betrübt
Istanbul
Jürgen Henne ist zurück aus Istanbul, der Stadt im europäisch-asiatischem Schneespektakel und mit der wundervollen Chora-Kirche, zurück aus Ephesos mit der Artemis und ihrem Endlosgürtel aus Stierhoden, mit der Celcus-Bibliothek und einer verführerischen Toilettenanlage aus römischen Genusszeiten, zurück aus Milet, wo Thales die Mitbürger mit seinem Halbkreis nervte und heute die Faustina-Thermen durchschritten werden können. Jürgen ist zurück von Bergama(Pergamon), deren Altar heute in Berlin funkelt, von Priene und Didyma mit Apollons monumentalem Orakelheiligtum, zurück von den Dardanellen und dem Goldenen Horn, vom Bosporus, von paradiesisch zubereiteten Kartoffeln und von kleinen türkischen Busfahrern, die in großen engen Städten ihre großen Busse sicherlich ganz entspannt und ohne Touchierung auch in einem Briefkasten parken könnten. Jürgen ist zurück und ist deshalb etwas üzüntülümüsünüz. Jürgen ist zurück aus …….. ich muss erst einmal sortieren.
Jürgen Henne und „KW – Hommage a Klaus Werner“ in der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig
Mark Rothko, Jackson Pollock, Willem de Kooning und Yves Klein, Dubuffet, Barnett Newman, Twombly, Francis Bacon, Fetting, Emil Schumacher und Max Bill – eine spontane und unaufgeregte Aufzählung von Künstlern, die ihre wuchtigen Spuren während der 2.Hälfte des vergangenen Jahrhunderts westlich des großen Grenzwalls in die Kunstgeschichte eingestemmt haben. Das Angebot von Werken dieser Giganten in ostdeutschen Museen und Galerien nervt durch eine beleidigende Tendenz gegen Null.
Jürgen Henne und anonyme Kunst in der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst
Der Mann mittleren Alters mit souverän geschwungenem Schal um den Hals, dessen Fingergeschmeide scheinbar einem Elster-Tresor entnommen wurde, kämpft um seine Souveränität. Seine Augen rotieren wie bei einem Chamäleon mit Panoramablick und einsatzbereiter Lasso-Zunge. Doch darbt er nicht nach krabbelnder Nahrung, sondern nach handfester Kunst. Denn am vergangenem Freitag wurde noch eine erkleckliche Zahl anonymer Arbeiten von Lehrern und Schülern der Leipziger Grafik-Hochschule angeboten.
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