Jürgen Henne in Hellerau
Bemerkenswerte Kunst im Festpielhaus in der Gartenstadt Dresdens
Kunst muss „schön“ sein. Die Welt ist ein Tal des Elends, deshalb muss Kunst positiv sein, entpannend, optimistisch, nicht schmerzhaft, das „Gute“soll sie darstellen, denn Elend gibt es genug. Das Gute im Menschen, Glück, schmerzfreie Harmonie muss Kunst vermitteln, denn Konflikte gibt es ohnehin täglich……u.s.w.
Auszug aus dem gängigen Anforderungskatalog für Kunst.
Die Besucher der Tanzperformance von Ulf Langheinrich und der Tänzerin Toshiko Oiwa am Buß-u.Bettag im Festspielhaus Hellerau erwarteten sicherlich nicht, dass heitere Operetten-Evergreens sie durch den Abend und schmerzfreie Harmonie in die Seligkeit manövrieren. Etwas getriebene Fiebrigkeit war eingeplant und wurde erhofft. Für deartige Veranstaltungen in Hellerau wäre das der Normalzustand.
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Kunst im Festspielhaus Dresden/Hellerau
Bis 24. November leuchtet das Festspielhaus Hellerau noch mit dem Internationalen Medienkunstfestival Dresden. Am vergangenem Samstag flimmerten und zitterten zellenartige Strukturen über Videowände, verzerrten sich, veränderten ihre Kraftlinien, trieben aggressiv auseinander und fielen weich zusammen. Gesteuert durch Körperannäherungen und Körperberührungen bei einer interaktiven Performance-Installation aus den Niederlanden.
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Jürgen Henne in Venedig——Teil III
Das Guggenheim-Museum (vom Wasser aus gesehen)
Das Hotel mit den knarrenden Türen, das unbrauchbare, behäbig tröpfelnde Bidet, ein Bett mit dramatischem Kitschpotential und der Tresor, dem man nur misstrauisch die Zahnbürste anvertrauen würde. Unten in den Gassen die Ladenanlieferer mit Schubkarren, die in fahlen Morgenstunden mit hell-glockendem Heldentenor ein Medley von Opernkrachern Verdis gegen die Wände hallen lassen oder, nicht mehr so glockenhell, doch ebenso markant, den Zustand der italienischen Fußballliga beklagen.
Jürgen Henne in Venedig——-Teil II

Jürgen Henne verneigt sich vor Verrocchios Reiterstandbild des Bartolomeo Colleoni
Auf halber Strecke das Guggenheim-Museum. Wir sitzen auf dem weißen Sofa, umrahmt von fünf Bildern Jackson Pollocks. Es gibt trübere Episoden im Leben. Und nicht irgendwelche Pollocks, die er trostlos zusammengetröpfelt hat. Es sind vortreffliche Schöpfungen
Mir ist ohnehin nicht erinnerlich, in quantitativ durchaus überschaubaren Räumen ein Sortiment von Kunst des vergangenem Jahrhunderts in einer deartig erlesenen Güte gesehen zu haben.
Selbst Bilder von Magritte,Tanguy und de Chirico, einst die Helden meiner pubertären Kunst-Rezeption, deren Arbeiten ich heute aber nur noch bei heftiger Trunkenheit ertragen kann, habe ich , ihres erhöhten Anspuchs wegen, freudig zur Kenntnis genommen.
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Jürgen Henne in Venedig——-Teil I
Jürgen Henne und Modigliani in Venedig
Jürgen Henne mit gezügelter Aktivität -
Hotel in Venedig - nach der Ankunft
Am Morgen 6 Uhr im Flugzeug – die Angst schrumpft mich auf die Statur des garstigen Unholds, der Donald Sutherland zwischen den Brücken meines städtischen Reisezieles mit einem befriedigend geschärften Schneidewerkzeug den Hals beschädigte.
In Venedig. Sehnsuchtsvolle Blicke auf Touristen, die ihren Stadtplan wie eine Siegesflagge schwenken, ihr Hotel schon gefunden haben und dankbar vor der Rezeption abknien.
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