
Steffen Schleiermacher
Die Leipziger Kultur tröpfelt in einzelnen Kanälen mit erstaunlicher Kontinuität als provinzielles Rinnsal vor sich hin.
Da wird Bach abgenudelt bis zur Ohrläppchen-Lähmung, bis alle Rentner mit Fugen-Tinnitus von den Stühlen gekippt sind. Die Jubiläen Händels und Mendelssohns werden brav beachtet, um den braven Hörer nicht zu verunsichern und zu überfordern.
Diese Herren haben ja auch wirklich ordentliche Musik geschrieben.
Doch es schlägt 2009 und ich will nicht immer diese alten Kisten hören.
Deshalb feierten wir die Reihe “Klangrausch”, seit zehn Jahren vom MDR im Frühsommer veranstaltet, mit Steffen Schleiermacher als unermüdliches “Leittier”, zunehmend euphorisch. Bot sie doch der gängig-musikalischen Alltagsgrütze in Leipzigs “großen” Musikhäusern einen zeitgemäßen Gegenpol.
Am kommenden Sonntag (5.Juli )gegen 22 Uhr versickert der “Klangrausch” im Lindenfels und es legt sich noch etwas mehr tönende Ödnis über die Stadt. Denn Schleiermacher und seine Musikreihe werden nach dem elften Durchgang abgewählt.
Ich habe nicht den Durchblick, um über kultur-u. finanzpolitische Gründe zu spekulieren. Doch erzürnen auch andere Ärgernisse.
Denn in der gestrigen LVZ (30. Juni) gab es ein Interview mit Schleiermacher, dem ein denkfauler, desinteressierter Peter Korfmacher mit seinen Simpelfragen die Zeit stahl. Im Grunde kein Wort über die tieferen Ursachen dieser Entscheidung. Nur noch garniert mit einer launigen Ironie. In einer Postille, bei deren Kulturbarbaren die zeitgenössische Musik schon immer meilenweit am Gesäß vorbeidriftete. Doch an den Tagen der Vernichtung will man natürlich dabei sein und vielleicht auch etwas Betroffenheit abächzen.
“Klangrausch”, 3.7 – 5.7.2009, 20 Uhr, Lindenfels, Leipzig. – Die letzte Runde
Dieser Hohn wird eigentlich nur durch die Abläufe um die Resignation der Galerie Beck übertroffen, die vor Jahren in Leipzig erstrangige Ausstellungen anbot und von der LVZ ähnlich gnadenlos ignoriert wurde.
An mich vergebene Kritiken, von mir mit gewohnt hoher Qualität ausgeführt, vermoderten z.B. im Makulaturkübel.
Zum Abschiedsgelage in der Galerie erschien auch Gisela Hoyer von der Neandertaler-Herde dieser Zeitung. Erstmalig in diesen Räumen, für diese Kunst in hohem Maße unzugänglich, schlug Sie sich den Magen voll und lamentierte am folgenden Tage mit geschwollenen Tränensäcken im Kulturteil über den Verlust für Leipzigs Galerieszene.
Und ich ging zum Teich am Scherbelberg und brüllte meine Verzweiflung über derartige Bosheiten zwischen die quakenden Frösche.

Werner Tübke, Bad Frankenhausen, Ausschnitt
Und genau am gestrigen Tag, als journalistisch das Ende vom “Klangrausch” verkündet wurde, hat Thomas Mayer das Zeitungspapier mit einem Text malträtiert, die nur Leser mit einem hohen Masochismus-Potential bewältigen können.
Natürlich geht es um Bad Frankenhausen, um Tübke und seine gemalte Bauernkriegszumutung, dieses monströse Zeugnis heilloser Hybris. Der Künstler als Diener infantil-diktatorischer Geschichtsverfälschungen und banaler Traditionsrüpeleien.
Da können Sie getrost, Herr Thomas Mayer, eine Einordnung als Propagandabild ablehnen und das “theatrum mundi” anpreisen. Es ist ohnehin nur nachgeplappert. Und außerdem gibt es Journalisten, die haben ein ähnliches Verhältnis zur Kunst wie ein Gürteltier zum Kartoffelschäler.

Werner Tübke, Bad Frankenhausen, Ausschnitt
Jawohl, Herr Mayer, nerven Sie uns nicht mit Ihrer Faktendröhnung ,denn wir wissen um die Quadratmeter, um die Längen-u. Höhenabmessungen des Bildes. Auch die Existenz einer 1:10-Fassung ist uns nicht unbekannt. Wir kennen auch Michael Triegel und Tübkes charakteristische Auffälligkeiten.
Immer diese gleiche Sülze.
Und die Information, daß Triegel in Bad Frankenhausen bei der Armee gedient hat, bringt uns und die Kunstgeschichte nicht wesentlich weiter.
Immer wieder einmal gelingt es Journalisten bei mittelgroßen Zeitungstexten zur Null-Information zu tendieren. Thomas Mayer gelingt es regelmäßig.
Aber wieder wird es so sein: Steffen Schleiermacher geht und Thomas Mayer schreibt weiter.
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Jürgen Henne vor gefühlten zweihundert Jahren bei der Vorfreude auf ein Konzert mit zeitgenössischer Musik. Die begehrende Hand ist eine schöne Frauenhand. Der Grundgestus mich begehrender Frauenhände hat sich erhalten, nur mein Gesicht veränderte sich nach fast vierzig Jahren, aber recht unwesentlich.
Und meine heftige Neigung zu zeitgenössischer Musik festigte sich auffällig. Deshalb mein Vorschlag für eine anspruchsvolle Freizeitgestaltung.
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Freitag, 3 Juli, bis Sonntag, 5. Juli, also drei nachfolgende Abende:
Schaubühne Lindenfels, Leipzig, Karl-Heine-Straße 50.
Musik u.a. von Cage, Crumb, Messaien, Laangaard, Poppe, Widman, Berio, Xenakis, Schulhoff.
Mit dem Ensemble Avantgarde, mit Martin Steuber(Gitarre), Erwin Stache(Installation), dem Arditti Quartett und natürlich Steffen Schleiermacher(Klavier) u.a.
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Gisela Hoyer von der bemoosten Uralt-Gilde der Leipziger Volkszeitung würde jetzt diese Hinweise mit einem launig-schlichten “Sehen wir uns?” oder einem besonders einfältigen “Hingehen!” abschließen. Ich werde mich dessen hüten, doch schlecht wäre es natürlich nicht.

Cy Twombly

Cy Twombly
Cy Twombly im Altenburger Lindenau Museum. Ich bin nicht ganz zufrieden. Gezeigt werden neben bemerkenswerten Arbeiten grafischen und zeichnerischen Zuschnitts auch zahlreiche Fotografien, die ich nur als mäßig bedeutsam bewerten kann. Natürlich sollte man vermeiden, die Möglichkeiten Altenburgs mit Wien zu vergleichen, wo im Museum Moderner Kunst gleichfalls eine Twombly-Ausstellung angeboten wird.
Vielleicht schreibe ich in Bälde noch ein paar Zeilen zu Twombly in Altenburg. Doch werde ich zur Zeit von einer bemerkenswerten Apathie behelligt, mich über Ausstellungen zu äußern (s.Lüpertz).
Da öde ich lieber über bekloppte Wiederholungen von dümmlichen Ergebnissen journalistischer Kraftakte.
So gibt es die Eisprinzessin (Witt), den Literaturpabst (Ranicki), das Boxenluder (habe ich vergessen), den Malerfürst (Lüpertz, Tübke) usw. Jeder labert diesen langweiligen Mumpitz nach und setzt ihn als Originalitäts-Urin auf seine Hitliste. Jetzt ist der King of Pop dran.
Michael Jackson hat mich nur am Rande interessiert, doch sollte man sich ernsthafter mit ihm beschäftigen.
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Jürgen Henne, Grünewald, Holbein, Bosch, Zander, Griesel, Triegel und mit Bildern Tübkes auf den Osterinseln
Juni 18, 2009

Werner Tübke, Lebenserinnerungen des Dr. jur Schulze VII.
(Ausschnitt)
Dieses Bild ist das Grauen, zuverlässiges Material, um einen Frei-u. Feingeist in einen ästhetisch -plakativen Albtraum zu stürzen.

s.o. (Ausschnitt)
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Vergelt`s Gott oder auch nicht, dass im Großraum Leipzig wichtige Ortschaften wie Chemnitz, Halle, Weimar, Dresden, Apolda, Berlin in überschaubaren Zeiten erreicht werden können, also zwischen Frühstückstoast und Abendsuppe.
Denn sie bieten, anders als die Siedlung Leipzig, nach der Kenntnisnahme von deren Ausstellungsangebot, vor allem des Bildermuseums, man Frühstückstoast und Abendsuppe halbverdaut den Abortinhalten nachreichen könnte, ein bemerkenswertes Ausstellungs-u.Galerieprogramm.
Denn Leipzig muss sich zunächst mit Werner Tübke plagen. Wobei ich seine handwerkliche Genialität nicht bezweifeln möchte. Doch ich kann die Bilder nicht mehr ertragen. Zu DDR-Zeiten mit diesen Gurken gnadenlos dauerbelästigt, treibt mich der Renaissance-Bofel, dann hier etwas Bosch, da ein Häppchen Grünewald und Holbein, garniert mit Endlos-Zitaten aus der Kunstgeschichte in eine ewige Rezeptions-Apathie.
Dann gibt es in unserem Museum bald Leipziger Kunst 1949/2009, da schlafen mir jetzt schon meine Edelfüße ein. Natürlich mit Mattheuer und Tübke und sicherlich auch mit einigen Kostbarkeiten aus den Schreckens-Ateliers von Zander, Griesel, Triegel, Fischer-Art, Perlet und Ruckhäberle. Hoffentlich aber auch mit Arbeiten von Bernhard Heisig, zweifellos der bedeutendste Künstler Leipzigs der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts.
Und dann wird Neo Rauch das Leipziger Museum beherrschen, doch einfach zehn Jahre zu spät. Denn irgendwie wird bei Bildern Rauchs inzwischen nur noch gelangweilt abgewinkt. Und das ist schade. Denn seine Kunst im mittleren Stadium kann man getrost in die Rubrik “Weltkunst” einordnen.
Doch Hans-Werner Schmidt ficht das alles nicht an. Er zieht sein Notprogramm durch und wird noch gefeiert. Doch ich befinde mich inzwischen auf den Straßen nach Altenburg, Halle, Weimar, Chemnitz…..
Und ich stelle mir vor, ich hause auf den Osterinseln mit diesen Steinschädeln und zweitausend Tübke-Bildern. Welches Oeuvre würde ich wohl in den Ozean werfen?

Jürgen Henne, gewichtigen Schrittes und mit bedeutender Mimik, grübelt über sein künftiges Verhältnis zu Twitter
Dalyan,Türkei
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Jürgen Henne im weißnächtlichen Koma nach der ersten Berührung mit Twitterbeiträgen und nach der Tilgung verschiedener Büchsen- u. Flascheninhalte (s. Müllkübel daneben).
St.Petersburg, Russland
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Jürgen Henne sucht ungetwitterte Dialoge mit den panischen Glitzer-Korpulenzen von Niki de Saint-Phalle…
Südliche Toskana, Italien
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…und in der Einsamkeit korsischer Menhire
Filitosa, Korsika————————————————————-
Als ich die frohe Kunde von Vorboten zur Kenntnis nahm, aus der man schließen könnte, dass sich auf der kommunikativen Ebene der twitternden Edelschreiber eine funkelnde Elite etabliert*, war mein Begehren eindeutig markiert.(*gelesen im Spiegel, in der Süddeutschen…?)
Ich wollte meinen Blog, diese Lächerlichkeit, schließen und um den Einlass in dieses Wunder-Reich kämpfen.
Angstvoll begann ich twittrige Texte zu lesen, getrieben von der Vorstellung, diesen Ansprüchen nicht genügen zu können.
Und ich las:
– “zum Beispiel Schnaps und Zigaretten, sind das Lebensmittel oder Todesmittel?#schmaler Grat”
Na, gut, Grass hat auch viel Müll geschrieben
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Und ich las:
– “hab der rewe-Kassiererin
zugezwinkert und gleich 5 treuepunkte
gekriegt. die Menschen hungern nach Zuwendung”
Okay, Handke schreibt auch nicht fugenlos erstklassig.
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Und ich las:
– “habe Kräuterquark mit dem Messer
gegessen und mir die Lippe
zerschnitten#feinmotorik”
Auch Schiller nervt hin und wieder.
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Und ich las:
– “es ist eine höllische Sache mit
dem Selbstbewusstsein, manche
haben zu wenig, manche zu viel davon”
Spätestens jetzt verformte sich wegen Unterforderung mein Gehirn zu einem Schaschlick, lechzten meine Augen nach geschlossenen Lidern und ich erkannte schlagartig, dass die Verfasserin dieser Nullsätze von der eigenen Überzeugung gepeinigt wird, umfassende, komplexe Texte mit komplexen Inhalten sprachlich und intellektuell nicht bewältigen zu können.
Es wird dann mit Begründungen wie Zeitökonomie, mit notwendiger Straffung der Gedanken, mit Zeitgeist hantiert. Dabei rumpelt sich nur der traditionelle Not-zur-Tugend-Komplex durch diese Begründungen. Die Twitterbolde müssen diesen Rückzug wählen, weil sie immerhin noch die Einsicht verarbeiten können, dass genau diese Ebene ihr Terrain ist, auf der, inmitten von Informationspanik, von Rudimenten und Piktogrammen die Hoffnung besteht, dass die eigenen Unfähigkeiten übersehen werden.
Diese getwittrigten Untaten (oben), diese Sprachsülze laberte Else Buschheuer ab und sie sind keine besonderen Ärgernisse sondern der Durchschnitts-Sound…und nicht nur bei Else Buschheuer, die allerdings schon in Ihrem Internet-Tagebuch als Bannerträgerin der literarischen Dürftigkeit fungierte und mit erbärmlichen Klischees, nässenden Imitationen und aggressiv-lächerlichen Verschleierungsriten ihrer biederen Normalität und Anpassungshysterie den Leser behelligte. Doch sollte sie auf twittelnden Übermittlungsformen beharren. Und vielleicht die Maximallänge noch etwas reduzieren, dann als wittern oder ittern oder ttern…..
Es gibt wundervolle Aphorismen und Bonmots, also keine Polemik gegen reduzierte Sprache und bei notwendigen Blitzinformationen z. B. bei Politik und Sport ist Twitter eine angemessene Lösung. Doch an diese Zelebrierung der Alltagsbanalität ohne literarischen Wert, mit geistigen Kübelresten und dem Anspruch einer elitären Sonderstellung muss man sich erst gewöhnen. Denn Else Buschheuer twitttellst selbsbewusst:
“heute rüttelt meine Sprachgewalt an verschlossenen Türen”
Die verschlossenen Türen sind eine zwingende Notwendigkeit, die Sprachgewalt kann ich bei Ihr nicht nachvollziehen, sie bezeugt dadurch ihre herausragende Fähigkeit, Selbstanalysen wissentlich und arglistig zu missdeuten, ein Heißsporn mit einer drolligen Hybris.
Ich werde meinen Blog nicht schließen, dieser Elite entfliehen und Twitter meiden wie die Geschöpfe mit dem auffälligem Gebiss-Design den Knoblauch.
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Rheinsberger Musiktage zu Pfingsten. Rheinsberger Pfingstwerkstatt Neue Musik 2009.
“Licht und Schatten” – sprachlich und intellektuell sicher nicht gerade eine originalitätsbegnadete Ewigkeitsikone.
Diese Musiktage gibt es seit sechzig Jahren. Aktuelle Musik wurde vor achtzehn Jahren hinzugefügt. Wobei mir scheint, dass inzwischen etwas Apathie vor sich hinsumpft. Zumindest eine Nuance Desinteresse der Veranstalter gegenüber Besuchern und Musikern.
Das erste Konzert mit aktueller Musik endete nach vierzig Minuten, nicht gerade eine abendfüllende Veranstaltung. Kommentarlos, nur öde unterbrochen durch eine lächerlich blasse Preisverleihung (Berlin-Rheinsberger-Kompositionspreis 2007). Keine Ahnung, warum 2009 der Preis von 2007 verliehen wird.
Man glaubt vielleicht, die Touristen kommen ohnehin, weil hier Friedrich der Große, Fontane und Tucholsky herumgurkten. Deshalb könnte man sich hier und da eine kleine Zumutung gönnen. Glaubt man.
Bei derartigen Gefahren empfehle ich eine Kontaktaufnahme mit Steffen Schleiermacher, seit Jahren Organisator ähnlicher Veranstaltungen in Leipzig, wobei die Erwägung möglicher Weiterbildungsmaßnahmen nicht ausgeschlossen werden sollte.
Mich treibt eigentlich nur die zeitgenössische Musik seit Jahren nach Rheinsberg, Daneben werden natürlich auch Beethoven,Händel, Vivaldi, Johann Adolf Hasse, Quantz….vielleicht auch Tschaikowski angeboten.
Heftige Müdigkeitsattacken könnte ich aber dabei vielleicht nicht bannen.
Denn bei Beethovens 5.Sinfonie greife ich in meinen heimatlichen Räumen zügig zur Fernbedienung des Radios und schon herrscht eine stabile Phon-Null. Bei Tschaikowskis erstem Klavierkonzert (b-Moll) werfe ich eine Axt gegen die Lautsprecher und dessen “Capriccio Italien” unterbinde ich durch meinen kraftvollen Wurf mit dem Kühlschrank zwischen die UKW-Wellen. Tschaikowskis sechste Sinfonie ist natürlich bemerkenswert, die Kammermusik zum Teil von höchstem Rang und “Pique Dame” ein Opernwunder, Soweit mein Verhältnis zu Tschaikowski.
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Schloss Rheinsberg. Im Mittelalter Wasserburg. Ab 1736 bewohnt Friedrich II. diese Hütte. Zügige Veränderung u.a. durch Knobelsdorff (auch Sanssouci/Potsdam). Ab 1772 von Heinrich Prinz von Preußen besetzt, Bruder Friedrich des II. Gleichfalls Veränderungen und Erweiterungen u.a. von Langhans (auch Brandenburger Tor).
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Zwei Männer in Betrachtung des…………………………………………………….Flügels
(etwas verschwommen)
Ulli Götte und Thomas Gerwin
Doch stagnierten sie nicht bei der Betrachtung, sondern forcierten ihren Auftritt mit der Malträtierung dieser Tastenkiste, unterlegt mit Perkussion und Live-Elektronik.
Außerdem u.a. Musik von Georg Katzer, ein Stück für Solovioline (Susanne Zapf) mit elektroakustischem Zuspiel von Thomas Gerwin und mit Dauergänsehaut, eine Komposition für Kontrabass und fünf Lautsprecher von Pei-Yu Shi und eine Tanzperformance mit Iris Sputh, Perkussion und Live-Elektronik.
Aber auch Musik von Stockhausen, Xenakis, Crumb, Morton Feldman. Im gedruckten Programm läuft er unter Morton Feldmann. Nicht der Rede wert. Doch im Ensemble kleiner und größerer Zumutungen vielleicht symptomatisch.
Vor, zwischen und nach der Musik dann…….
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……..Rossow, Ostpriegnitz.Dorfkirche aus Feldstein, um 1500. Altarretabel aus Eichenholz, Anfang 14.Jh. Mittelteil unten, Kreuzigungsgruppe. Vermutlich ehemaliger Hauptaltar des Havelberger Doms, seit 1607 in Rossow, als Folge der Reformation.
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Rossow, Dorfkirche. Wandmalerei, Ausschnitt. Erstausmalung um 1520.
Biblische Szenen.
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Menz, Gemeinde Stechlin, Feldsteinkirche. Romanische Grundmauern. 1585 vollendet. Turm von 1772. Einhundert Jahre später Erweiterung um Querschiff und Apsis. Im Kirchenschatz ein ansehnlicher Abendmahlkelch von 1665.
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Wiitstock /Dosse, Ostpriegnitz/Ruppin. St.Marien. Rechter Altarflügel unten, Spätgotik. Claus Berg zugeschrieben. Dargestellt sind Philippus mit Kreuzstab, Bartholomäus mit Buchrolle und Jacobus d.J. mit Tuchwalkerstange. Außerordentlich expressiv, manierierte Drehungen, schlotternde Gewänder. Irgendwie denkt man entfernt an Veit Stoss. Man beachte die Frisur von Jacobus.
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Wittstock/Dosse. St.Marien. Madonna aus Sandstein, um 1400. Annäherung an die “Schönen Madonnen” des “Weichen Stils”. Recht selten in nördlichen Regionen. Ob Verbindungen zu Böhmen Karls d.IV bestehen, als in Prag diese stilistischen Besonderheiten zelebriert wurden (Parler), ist noch unbewiesen.
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Weitgehend unbekannter und wundervoller See mit menschlicher Anwesenheitsaskese in der Nähe von Rheinsberg. Und ich werde mich hüten, die geografischen Koordinaten preiszugeben. Denn ich würde gern weiterhin auf die Anwesenheit affiger Nordic-Walking- Fetischisten verzichten. Gleichfalls würde ich ungern Herden getriebener Radfahrer, die mir mit ihren Lenkern die Nieren zertrümmen, eine Begrüßungshymne zujubeln.
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Stechlin bei Neuglobsow. Hinweise zur Literaturgeschichte werde ich meiden. Ich denke, dass die Leser
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